FRANKFURT (dpa-AFX) - Der deutsche Maschinen- und Anlagenbau hat im April einen stagnierenden Auftragseingang verzeichnet. Während aus dem Ausland preisbereinigt 4 Prozent höhere Bestellungen eingingen als im Vorjahresmonat, brach die Inlandsnachfrage um 7 Prozent ein. Unter dem Strich blieb ein unveränderter Bestellwert, wie der Branchenverband VDMA berichtet. Die Unternehmen zeigten sich trotz der geopolitischen Krisen robust.
VDMA-Chefvolkswirt Johannes Gernandt sieht trotz einzelner Lichtblicke wie der Sonderkonjunktur zur Ausstattung von Rechenzentren wachsende Standortprobleme in Deutschland. "Noch immer wird zu viel über Maßnahmen zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit geredet und viel zu wenig umgesetzt", kritisierte er. Der Verband fordert niedrigere Steuern, flexiblere Arbeitsmärkte und Bürokratieabbau.
Im weniger schwankungsanfälligen Dreimonats-Schnitt von Februar bis April verbuchte die Branche ein Orderplus von 5 Prozent - getrieben vor allem durch Großaufträge im außergewöhnlich starkem März. Die Nachfrage kam vor allem aus Ländern außerhalb des Euro-Raums (+9 Prozent), während die Eurozone stagnierte und das Inlandsgeschäft sogar um 2 Prozent zurückging./ceb/DP/stk