5.6.2026 04:57:00 | Quelle: Der Aktionär | Lesedauer etwa 2 min.Die Ölpreise haben sich zum Wochenschluss stabilisiert. Marktteilnehmer blicken weiterhin auf die angespannte Lage im Nahen Osten. Eine schnelle diplomatische Lösung zeichnet sich derzeit nicht ab, nachdem die libanesische Hisbollah einen von den USA vermittelten Vorschlag zur Beendigung der Kämpfe abgelehnt hat.Die Nordseesorte Brent notierte zuletzt bei gut 95 Dollar je Barrel, während die US-Sorte WTI knapp bei 93 Dollar gehandelt wurde. Beide Referenzsorten hatten am Donnerstag nachgegeben. Dennoch steuern die Ölpreise auf den ersten Wochengewinn seit drei Wochen zu. Hintergrund sind die anhaltenden Spannungen in der Region sowie die eingeschränkte Schifffahrt durch die Straße von Hormus. Über diese strategisch wichtige Passage wird rund ein Fünftel des weltweit gehandelten Öls transportiert.Zusätzlichen Rückenwind erhält der Markt durch Sorgen über sinkende Lagerbestände. Analysten warnen, dass ein weiterer Rückgang der globalen Vorräte im dritten Quartal zu einem kräftigen Preisanstieg führen könnte.Für neue Unsicherheit sorgte die Erklärung von Hisbollah-Chef Naim Qassem, der eine Waffenruhe ablehnte. Teheran macht eine Feuerpause im Libanon zur Voraussetzung für eine umfassendere Einigung mit Washington. US-Präsident Donald Trump zeigte sich dennoch optimistisch und sprach von Fortschritten in den Gesprächen zwischen Israel und dem Libanon.Unterdessen hält die OPEC an ihrer Prognose für das globale Nachfragewachstum fest. Das Kartell erwartet für dieses Jahr unverändert einen Anstieg um 1,2 Millionen Barrel pro Tag. Gleichzeitig sind die iranischen Ölexporte laut Schifffahrtsdaten auf den niedrigsten Stand seit sechs Jahren gefallen.
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