- Es gibt Signale, dass die Talsohle des aktuellen Bärenmarktes bald erreicht ist.
- Der verstärkte Einstieg von Profi-Investoren und Krypto-ETFs dämpft die historisch hohe Volatilität und verhindert dramatische Abstürze wie in früheren Zyklen.
- Die US-Staatsverschuldung und die Verwässerung des Dollars machen den Bitcoin langfristig zu einer unverzichtbaren Absicherung für Anleger.
Der jüngste Rückschlag beim Bitcoin schmerzt die Anleger zwar, doch Anthony Pompliano, Chef von ProCap Financial, spricht im Interview mit CNBC von einem der besten Bärenmärkte in der Geschichte der Kryptowährung. Vom Allzeithoch im Oktober verlor die digitale Leitwährung mehr als 50 Prozent an Wert und tauchte zeitweise unter die Grenze von 60.000 Dollar ab. Aktuell pendelt der Kurs um 62.000 Dollar, was einem Minus von rund 30 Prozent seit Jahresbeginn entspricht. Im Vergleich zu früheren Zyklen mit dramatischen Einbrüchen von bis zu 80 Prozent zeigt sich der Markt diesmal erstaunlich robust.
Ein wesentlicher Grund für die neue Stabilität ist laut Pompliano die zunehmende Beteiligung institutioneller Investoren über ETFs. Diese Akteure wirken wie ein Stoßdämpfer für die traditionell hohe Volatilität der Cyber-Devise. Zudem untermauern On-Chain-Daten die Zuversicht. Wie der Analyst Benjamin Cohen feststellte, übersteigt der Anteil der im Verlust befindlichen Bitcoin-Positionen mittlerweile die profitablen Bestände. Historisch betrachtet war das Erreichen dieser Schwelle stets ein zuverlässiges Signal für einen nahen Marktboden, weshalb viele Anleger bereits wieder zugreifen.
Obwohl das Ausbleiben der erhofften Zinssenkungen durch die US-Notenbank Fed kurzfristig belastet, bleibt das langfristige Fundament unerschüttert. Der klassische Vierjahreszyklus ist intakt. Angesichts der uferlosen Staatsverschuldung und der anhaltenden Geldentwertung sieht Pompliano eine starke Zukunft für Sachwerte. Da die Notenbanken das Drucken von Geld nicht stoppen können, schwindet die Kaufkraft des Dollars. Eine ganze Generation wurde während der Pandemie für diesen Effekt sensibilisiert und dürfte über Jahrzehnte beständige Zuflüsse in Bitcoin und Gold lenken. Selbst Sorgen um gehebelte Großinvestoren wie MicroStrategy teilen Experten nicht, da diese über genügend Barreserven verfügen, um Zwangsverkäufe zu vermeiden.