• Der Goldpreis ist zuletzt auf ein neues Jahrestief gefallen
• Der Gold-ETF SPDR Gold Shares hat seit Februar bereits rund 25 Prozent verloren.
• Im Optionsmarkt dominieren klar Put-Optionen.
Als Belastungsfaktoren werden mehrere Entwicklungen genannt. So verkauft die türkische Zentralbank laut Marktbeobachtern Goldbestände und tauscht diese gegen US-Dollar, um die Landeswährung zu stützen. Gleichzeitig sollen auch einige Golfstaaten, darunter Katar, die Vereinigten Arabischen Emirate und Saudi-Arabien, Gold veräußern. Zusätzlich dämpfen höhere Einfuhrabgaben auf Gold in Indien die Nachfrage. Zudem belasten Zinsängste. Zusätzlich verstärkt wurde der Verkaufsdruck offenbar durch charttechnische Effekte: Nach dem Unterschreiten einer wichtigen Kursmarke wurden zahlreiche Stop-Loss-Orders ausgelöst.
Etwas freundlicher präsentiert sich dagegen das Bild bei Goldminenaktien. Im Branchen-ETF GDX überwogen zuletzt die Call-Optionen klar. Das Handelsvolumen bei Kaufoptionen lag mehr als doppelt so hoch wie bei Put-Optionen. Nach Einschätzung von Marktbeobachtern konnten Goldminenaktien von den zuvor hohen Goldpreisen bislang nicht in dem Maße profitieren, wie es zu erwarten gewesen wäre. Angesichts vergleichsweise niedriger Förderkosten werden die Minengesellschaften daher von einigen Investoren derzeit als attraktiver bewertet als das Edelmetall selbst.