Das Wichtigste kurz und knapp
• Yum Brands verkauft Pizza Hut für insgesamt rund 2,7 Milliarden US-Dollar an LongRange Capital und Yum China.
• Mit dem Deal trennt sich der McDonalds-Konkurrent von einer langjährigen Baustelle.
• Der Schritt sei der beste Weg, um den Wert für Aktionäre zu maximieren.
Yum Brands veräußert das internationale Pizza-Hut-Geschäft außerhalb des chinesischen Festlands für rund 1,5 Milliarden US-Dollar an LongRange Capital. Die Standorte in Festlandchina gehen in einem separaten Deal für etwa 1,2 Milliarden Dollar an Yum China.Nach Steuern, Gebühren und weiteren Anpassungen rechnet Yum mit Nettoerlösen von rund 2,3 Milliarden Dollar. Hinzu kommen könnte noch ein erfolgsabhängiger Nachschlag von 75 Millionen US-Dollar bis 2030.Für Yum ist der Schritt nachvollziehbar. Pizza Hut belastete die operative Entwicklung seit Jahren. Vor allem in den USA kam die Kette beim Wandel hin zu Delivery und Take-away zu spät in die Gänge.Während Domino’s seine Marktstellung mit digitalem Bestellsystem und effizienter Logistik konsequent ausbaute, verlor Pizza Hut an Relevanz. Zusätzlichen Druck brachten Lieferplattformen wie DoorDash, die den Wettbewerb weiter verschärften.An der Börse kam die Nachricht gut an: Die Aktie von Yum Brands legte zunächst knapp zwei Prozent zu. Das Management argumentiert, der Verkauf sei der beste Weg, um den Wert für Aktionäre zu maximieren und Pizza Hut eine Eigentümerstruktur zu geben, die besser zu den jeweiligen Märkten und Herausforderungen passt.Historisch ist der Schritt bemerkenswert. Pizza Hut gehörte jahrzehntelang fest zum Markenverbund mit KFC und Taco Bell. Die Kette wurde 1958 in Wichita im US-Bundesstaat Kansas gegründet, ging 1969 an die Börse und war Anfang der siebziger Jahre bereits die größte Pizzakette der Welt. Über PepsiCo landete Pizza Hut schließlich im Restaurantportfolio, das 1997 abgespalten wurde und später in Yum Brands aufging.Trotz aller Probleme ist Pizza Hut weiterhin groß: Ende 2025 verfügte die Marke laut Unternehmensangaben über knapp 20.000 Standorte in 108 Ländern und Territorien. Der Systemumsatz lag bei 12,8 Milliarden Dollar. Der größte Markt sind die USA mit rund 40 Prozent des Systemumsatzes, gefolgt von China mit etwa 20 Prozent.Was gehört zu Yum Brands?
Zu Yum Brands gehören vor allem KFC, Taco Bell und Habit Burger & Grill. Pizza Hut wird nach dem Verkauf nicht mehr zum Konzern gehören.
Wie verdient Yum Brands sein Geld?
Yum Brands erzielt den Großteil seiner Einnahmen über Franchisegebühren, Lizenzmodelle und Beteiligungen an den Marken, weniger über selbst betriebene Restaurants.
Ist Yum Brands international stark aufgestellt?
Ja, Yum Brands ist weltweit sehr breit aufgestellt und erzielt einen großen Teil seines Geschäfts außerhalb der USA – vor allem mit KFC und Taco Bell. Das China-Geschäft wurde aber teilweise in Yum China abgespaltet. Nun kommt dazu auch Pizza Hut in China.