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5G am Gleis: Bund setzt auf Hilfe aus Sachsen-Anhalt

5G am Gleis: Bund setzt auf Hilfe aus Sachsen-Anhalt

17.6.2026 11:41:00 | Quelle: dpa | Lesedauer etwa 2 min.

NAUMBURG (dpa-AFX) - Wer im Zug arbeitet, telefoniert oder Videos streamt, soll sich künftig auf eine bessere Mobilfunkversorgung verlassen können. "Derzeit prüfen wir, ob und inwieweit uns die MIG (Mobilfunkinfrastrukturgesellschaft) beim Ausbau des Bahnfunks und beim Ausbau von 5G am Gleis unterstützen kann", sagte Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder (CDU) beim 4. Naumburger Gespräch, einer Fachtagung zum Mobilfunkausbau in ländlichen Regionen.

Besserer Empfang entlang der Schiene

Hintergrund ist die geplante Modernisierung des Bahnfunks entlang von 33.000 Kilometern Schienennetz bis 2035. Schnieder sieht darin die Chance, Bahn- und Mobilfunkinfrastruktur stärker zu verknüpfen. Die MIG mit Sitz in Naumburg könnte dabei zusätzliche Aufgaben übernehmen.

"Moderner Mobilfunk und eine stabile Internetverbindung mit Gigabit-Datenraten: Reisende wollen und erwarten das, wenn sie mit der Bahn unterwegs sind", sagte Schnieder. Das sei nicht mehr freiwillige Kür, sondern Pflicht und Grundbedingung für einen attraktiven, kundenfreundlichen Bahnverkehr.

Neue Aufgabe für die MIG?

Für die MIG wären zusätzliche Aufgaben auch deshalb wichtig, weil ihre Zukunft lange ungewiss war. Die bundeseigene Gesellschaft wurde gegründet, um sogenannte weiße Flecken ohne Mobilfunkversorgung zu schließen. Weil der eigenwirtschaftliche Ausbau schneller voranging als erwartet, sollte sie ursprünglich bis Ende 2025 abgewickelt werden. Im Koalitionsvertrag von Union und SPD wurde jedoch vereinbart, die Arbeit der MIG fortzusetzen.

Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Sven Schulze begrüßte die Pläne. "Dass der Standort in Naumburg nun eine langfristige Perspektive erhalten soll, ist eine gute Nachricht für die Region, für die Beschäftigten und für den Mobilfunkausbau in ganz Deutschland", sagte der CDU-Politiker./djj/DP/stw