BERLIN (dpa-AFX) - "Junge Welt" zum Entzug von militärischen Nato-Kompetenzen durch die USA:
"Die Vereinigten Staaten sind seit Jahren dabei, sich auf den Machtkampf gegen China zu fokussieren. Wer die Volksrepublik niederkämpfen will, kann nicht auf Dauer mit großen Verbänden im alternden Europa herumlungern. Die Lücke, die der US-Teilrückzug aus der NATO entstehen lässt, sollen jetzt die Staaten Europas füllen und die Stellung gegen Russland unter stärkerer Nutzung eigener Truppen halten. Der Haken an der Sache: Wird die NATO europäisch, dann folgt sie letzten Endes stärker europäischen und weniger US-amerikanischen Interessen. Zu den Zielen, die Trump seit je verfolgt, gehört es, Europa ein Stück weit zu schwächen. Der US-Teilrückzug aus den NATO-Strukturen stärkt Europa aber militärisch. Das ist, wenn man so will, die Dialektik des Abstiegs der Vereinigten Staaten - oder, etwas prosaischer formuliert: Auch Trump kann nicht alles auf einmal haben."/yyzz/DP/stw