GENF (dpa-AFX) - Die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) nimmt nach Angaben ihres Chefs Rafael Grossi an den Verhandlungen über ein endgültiges US-Iran-Abkommen teil. Wie Grossi in Genf erklärte, müsse nun unter anderem geklärt werden, welche Anlagen im Iran die UN-Atomexperten seiner Behörde besuchen und inspizieren werden.
"Es ist noch ein Stück Arbeit", sagte Grossi in einer Pressekonferenz in der Schweiz, wo nach der nun bereits erfolgten Unterzeichnung des Rahmenabkommens noch am Freitag weitere Gespräche beginnen könnten. Nun sei die Zeit gekommen, um mit Vertretern der Vereinigten Staaten und des Irans konkrete weitere Schritte zu formulieren. Über Details wollte er sich vor Beginn dieser technischen Verhandlungen nicht äußern.
Rahmenabkommen ohne Details zu Irans Atomprogramm
Die Vereinigten Staaten und der Iran haben nach wochenlangen Verhandlungen ein Rahmenabkommen zur Beendigung des Krieges unterzeichnet. Die Islamische Republik wiederholt darin ihre offizielle Position, niemals Atomwaffen zu produzieren. Die Verdünnung des hochangereicherten und beinahe atomwaffentauglichen Urans im Iran unter Aufsicht der IAEA wird als in dem Papier als Mindestmaßnahme genannt.
Während der Ausarbeitung einer endgültigen Vereinbarung werde der Iran keine Veränderungen an seinem Atomprogramm vornehmen, heißt es in dem Rahmenabkommen. Ob die IAEA schon während der Verhandlungsphase vor Ort überprüfen wird, ob Teheran den Status quo beibehält und etwa keine kriegsbeschädigten Atomanlagen wieder aufbaut - auch dazu machte Grossi keine Angaben. "Ich will den Gesprächen nicht vorgreifen", sagte der argentinische Diplomat, der sich aktuell um den Posten des UN-Generalsekretärs bewirbt./al/DP/jha