EZB-Präsidentin Lagarde signalisiert vorsichtiges Vorgehen
BRÜSSEL - Die Präsidentin der Europäischen Zentralbank (EZB), Christine Lagarde, hat sich für eine maßvolle Reaktion auf die durch den Iran-Krieg ausgelösten Inflationsgefahren ausgesprochen. Den durch den Krieg ausgelösten Preisdruck könne die Notenbank zwar nicht ignorieren. "Wir sehen jedoch noch keine Anzeichen für eine Entankerung der Inflationserwartungen oder für Zweitrundeneffekte, die zum jetzigen Zeitpunkt eine energischere politische Reaktion rechtfertigen würden", sagte Lagarde am Montag vor dem Wirtschafts- und Währungsausschuss des Europäischen Parlaments. Der Kurs des Euro geriet unter Druck.
ROUNDUP/Kreise: Rente grundsätzlich erst ab 64
BERLIN - Die 33 Empfehlungen der Rentenkommission sorgen für Wirbel. Im Abschlussbericht, der der Deutschen Presse-Agentur in vorläufiger Fassung vorliegt, schlägt das Gremium deutliche Einschränkungen bei beliebten Modellen für Altersteilzeit und Frührente vor. An diesem Dienstag übergibt die Rentenkommission ihren Bericht offiziell der Bundesregierung, die darauf ihre Reform der Alterssicherung aufbauen will. Bereits bekannte Vorschläge stoßen auf unterschiedliche Reaktionen von Politik, Gewerkschaften und Arbeitgebern.
ROUNDUP 2: Britischer Premierminister Starmer kündigt Rücktritt an
LONDON - Der britische Premierminister Keir Starmer hat seinen Rücktritt angekündigt. Er gebe den Posten als Chef der Labour-Partei ab, sagte der 63-Jährige in einer Ansprache vor dem Regierungssitz 10 Downing Street. Bis ein Nachfolger gewählt ist, werde er als Regierungschef noch im Amt bleiben. In Andy Burnham steht ein Nachfolger bereit - der frühere Bürgermeister von Greater Manchester kündigte praktisch unmittelbar nach Starmers Bekanntgabe seine Kandidatur an.
Klingbeil will 'großes gerechtes Gesamtpaket' für Reformen
BERLIN - Vizekanzler Lars Klingbeil setzt darauf, dass der schwarz-roten Bundesregierung ein großer Wurf bei grundlegenden Reformen gelingt. "Ich will, dass da ein großes Paket rauskommt, ein großes gerechtes Gesamtpaket", sagte der SPD-Chef und Finanzminister beim "Tag der Industrie" des Bundesverbands der Deutschen Industrie (BDI) in Berlin.
ROUNDUP/ Einst der mächtigste Geldpolitiker: Alan Greenspan ist tot
WASHINGTON - Der frühere langjährige Chef der US-Notenbank Fed, Alan Greenspan, ist gestorben. "Die Federal Reserve nimmt mit tiefer Trauer den Tod von Alan Greenspan zur Kenntnis", teilte die Notenbank mit. Der Ökonom wurde 100 Jahre alt. Lange genoss er in einer breiten Öffentlichkeit Kultstatus. Kritiker verweisen aber auf den Finanzcrash 2008, den sie mit seinem Namen in Verbindung bringen.
Deutschland: Miete belastet viele sehr
BERLIN - Die Miete bleibt für viele Haushalte in Deutschland eine erhebliche Belastung. Gut jeder zweite befragte Mieter (52 Prozent) sprach in einer repräsentativen Allensbach-Umfrage von einer großen oder sehr großen Belastung. Die Folge: Die Menschen bleiben immer länger in ihren Wohnungen, inzwischen im Durchschnitt 18 Jahre. "Offenbar lässt die Furcht vor teureren neuen Mietverträgen viele Mieter an ihren alten Wohnungen mit vergleichsweise günstigeren Mieten festhalten", heißt es in der Untersuchung, die der Immobilienkonzern Heimstaden in Auftrag gegeben hatte.
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ROUNDUP: Sie lesen im Konjunktur-Überblick eine Zusammenfassung. Zu diesem Thema gibt es mehrere Meldungen auf dem dpa-AFX Nachrichtendienst.
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