BRÜSSEL (dpa-AFX) - Die Präsidentin der Europäischen Zentralbank (EZB), Christine Lagarde, hat sich für eine maßvolle Reaktion auf die durch den Iran-Krieg ausgelösten Inflationsgefahren ausgesprochen. Den durch den Krieg ausgelösten Preisdruck könne die Notenbank zwar nicht ignorieren. "Wir sehen jedoch noch keine Anzeichen für eine Entankerung der Inflationserwartungen oder für Zweitrundeneffekte, die zum jetzigen Zeitpunkt eine energischere politische Reaktion rechtfertigen würden", sagte Lagarde am Montag vor dem Wirtschafts- und Währungsausschuss des Europäischen Parlaments. Der Kurs des Euro geriet unter Druck.
Die Notenbank hatte auf ihrer jüngsten Sitzung die Leitzinsen um 0,25 Prozentpunkte angehoben. Der für die Finanzmärkte maßgebliche Einlagensatz wurde auf 2,25 Prozent gesetzt.
Lagarde will weiterhin flexibel auf das weitere Geschehen reagieren. "Indem wir von Sitzung zu Sitzung vorgehen und uns an den Daten orientieren, ohne uns im Voraus auf einen bestimmten Zinspfad festzulegen, können wir unsere Reaktion an die Entwicklung des Schocks anpassen und sicherstellen, dass sie verhältnismäßig bleibt."/jsl/jkr/jha/