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Hensoldt prüft Auswirkungen des Aus für F126-Fregatte - Aktie gibt nach

Hensoldt prüft Auswirkungen des Aus für F126-Fregatte - Aktie gibt nach

30.6.2026 08:03:03 | Quelle: dpa | Lesedauer etwa 2 min.

TAUFKIRCHEN (dpa-AFX) - Der Rüstungselektronikkonzern Hensoldt will nach dem Baustopp der F126-Fregatte mögliche Auswirkungen auf das eigene Unternehmen untersuchen. "Wir prüfen die Auswirkungen der Entscheidung des Bundesministeriums der Verteidigung sorgfältig und stimmen die nächsten Schritte eng mit unserem Vertragspartner ab", sagt Hensold-Chef Oliver Dörre laut einer Mitteilung am Dienstag. Nach heutigem Stand erwarte das Unternehmen keine Auswirkungen auf seine kurz- oder mittelfristige Prognose. Die Aktie gab zuletzt um rund 1,4 Prozent nach.

Angesichts mehrjähriger Verzögerungen hat das Bundesverteidigungsministerium das milliardenschwere Projekt für die Anschaffung von Fregatten des Typs F126 beendet. Der Bau der insgesamt sechs Schiffe werde "nicht weiterverfolgt", hatte das Ministerium vor kurzem mitgeteilt. Stattdessen sollten nun acht Meko-Fregatten vom deutschen Hersteller TKMS angeschafft werden, die primär für die U-Boot-Jagd eingesetzt werden können. Das Bundesamt für Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung der Bundeswehr habe die Unterauftragnehmer des Projekts entsprechend informiert, hieß es von Hensoldt.

Hensoldt liefert den Angaben zufolge für die F126-Fregatte das Marineüberwachungsradar TRS-4D. Das System sei kein ausschließlich für F126 entwickeltes Einzelprodukt, hieß es. Radare der TRS-4D-Familie seien bereits auf Schiffen der Deutschen Marine im Einsatz, aber auch international gefragt.

Für das Unternehmen aus Taufkirchen bei München liege der Gesamtauftragswert im F126-Programm bei gut 200 Millionen Euro, teilte Rüstungselektronikkonzern weiter mit. Davon seien bereits mehr als ein Drittel als Umsatz realisiert. Für das laufende Geschäftsjahr seien noch Erlöse im niedrigen zweistelligen Millionenbereich vorgesehen./mne/stk