FRANKFURT (dpa-AFX) - Auf einen zähen Wochenbeginn am deutschen Aktienmarkt sind am Dienstag Kursgewinne gefolgt. An der US-Technologiebörse Nasdaq war es am Vortag kräftig nach oben gegangen, diese guten Vorgaben treiben den deutschen Leitindex Dax an. Im frühen Xetra-Handel ging es für den Dax um 0,8 Prozent auf 24.829 Zähler nach oben. Der MDax der mittelgroßen Börsenwerte stieg um 0,7 Prozent auf 31.705 Punkte.
Trotz der Kursgewinne pendelt der Dax seit gut zwei Wochen zwischen etwa 24.600 und 25.200 Punkten auf und ab. "Der deutsche Aktienindex befindet sich in einer trendlosen Verfassung", konstatierte am Morgen die Landesbank Helaba. "Der Dax fällt ins Sommerloch", schrieb Analyst Jochen Stanzl von der Consorsbank. Der Sommer-Blues habe die Börse erfasst, die Kursschwankungen ließen nach und die Handelsumsätze gingen zurück.
Unklar und mithin ein großer Unsicherheitsfaktor bleibt die Lage im Nahen Osten. Nach der jüngsten militärischen Eskalation in der Straße von Hormus könnte es am Dienstag in Katar zu Gesprächen zwischen Vertretern der USA und dem Iran kommen. "Der Iran hat um ein Treffen gebeten", schrieb US-Präsident Donald Trump auf der Plattform Truth Social. Von iranischer Seite klang das allerdings anders. Eine Gesprächsrunde werde stattfinden, "sobald die Voraussetzungen geschaffen sind und Einigkeit über Termin und Veranstaltungsort erzielt wurde", sagte Vizeaußenminister Kasem Gharibabadi.
Ruhig ist derweil die Nachrichtenlage zu Einzelwerten am Aktienmarkt. An die Spitze des Dax setzten sich die Aktien von Siemens Energy , die um fünf Prozent stiegen. Einem Händler zufolge hat sich der Energietechnikkonzern zuversichtlich zur aktuellen Geschäftslage geäußert.
Mit dem Rückenwind von der Nasdaq-Börse waren Aktien der Halbleiterbranche gesucht. Im Dax verteuerten sich Infineon um 2,5 Prozent. Im MDax legten Siltronic um 3,5 Prozent zu, Aixtron um 2,5 Prozent und Jenoptik um 2,3 Prozent zu.
Die Finanzaufsicht Bafin hat bei der Prüfung des Jahresabschlusses von 2023 der Beteiligungsgesellschaft Mutares einen Fehler gefunden. Im Anhang habe ein Vermerk zur Restlaufzeit von Forderungen gegen verbundene Unternehmen gefehlt, teilten Bafin und Mutares mit. Anleger nahmen es mehr als gelassen, Mutares-Aktien stiegen um gut zwei Prozent. Mutares erklärte, die entsprechende Angabe sei in den veröffentlichten Abschlüssen 2024 und 2025 bereits ergänzt, einschließlich einer rückwirkenden Darstellung zum 31. Dezember 2023./bek/jha/