FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Aktien von Gea haben ihre Kurserholung am Freitag nach einer Empfehlung der Investmentbank RBC fortgesetzt. Die Papiere des Anlagenbauers kletterten um bis zu 2,7 Prozent auf 63,50 Euro, drehten damit aber kurz vor dem Zwischenhoch vom April zunächst ab. Vom Jahrestief Anfang des Monats erholten sich Gea-Papiere damit um 19 Prozent - ein nahtloser Vorstoß in Richtung des Rekords bei fast 67 Euro gelang nun nicht.
RBC-Experte Sebastian Kuenne hält dies mit seinem Kursziel von 70 Euro aber für möglich und votiert entsprechend mit "Outperform". Lars Vom-Cleff von der Deutschen Bank hatte Mitte Juni bereits das gleiche Ziel angesetzt.
"Ein wenig Wachstum und jede Menge Marge - und das alles ohne Geschäft mit KI-Rechenzentren", so fasste Kuenne das Potenzial der Düsseldorfer zusammen. Er sieht immensen Spielraum, die Kosteneffizienz zu steigern - bei Vertrieb und Verwaltung genauso wie in der Beschaffung. Damit sollte es gelingen, die Profitabilität und auch die Gewinndynamik der Investitionsgüterbranche nachzubilden, auch ohne KI-Geschäft. Kuenne lobte obendrein den stets enorm guten Barmittelumschlag, die hervorragende Mittelverwendung und eine treue Kundschaft.
Gea-Aktien befinden sich seit Frühjahr 2020 langfristig im Aufwärtstrend. Sie hatten ihren Wert bis August 2025 gut verfünffacht, dann aber eine kleine Auszeit genommen./ag/gl/stk