MÜNCHEN (dpa-AFX) - Die Betriebsrente erfreut sich bei Arbeitnehmern größter Beliebtheit - und auch für Unternehmen ist die firmeninterne Altersvorsorge laut einer Allianz-Umfrage Mittel der Wahl bei den Zusatzleistungen für die Belegschaft. Bei der Befragung von 1.073 Beschäftigten zur attraktivsten Zusatzleistung des Arbeitgebers landete die Betriebsrente auf Platz eins. Und auch bei der gleichzeitigen Erhebung unter den Führungskräften und Personalverantwortlichen in 162 Unternehmen zu den wichtigsten Bestandteilen eines Benefit-Pakets stand die Betriebsrente auf dem ersten Rang.
Großunternehmen bieten meist Betriebsrente - kleinere Firmen nicht
Allianz Pension Partners - eine Gesellschaft der Allianz Lebensversicherung - führte die Erhebung über einen Zeitraum von mehreren Monaten bis Ende April durch, Anlass war die Rentendebatte. Nach Zahlen der Alterssicherungskommission des Bundes gibt es in Sachen Betriebsrente ein erhebliches Gefälle zwischen großen Unternehmen auf der einen und kleinen und mittleren Firmen auf der anderen Seite: Demnach bieten 86 Prozent der Großunternehmen ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern eine Betriebsrente, in kleinen Betrieben mit weniger als zehn Mitarbeitern sind es dagegen nur 25 Prozent.
Niedrigverdiener bekommen häufig auch keine Betriebsrente
In den unteren Gehaltsgruppen mit einem Bruttolohn bis zu 2.500 Euro hat laut Kommission nur rund ein Drittel der Beschäftigten Anspruch auf eine betriebliche Altersvorsorge. Die Kommission hatte auch die Stärkung der Betriebsrente in ihre 33 Vorschläge für eine Rentenreform aufgenommen, allerdings in eher unverbindlicher Form. So empfiehlt die Kommission einen "Sozialpartnerdialog" noch in diesem Jahr, der dann konkrete Schritte erarbeiten könnte.
Abgesehen vom Geld: Auch das Heimbüro ist populär
In der Allianz-Umfrage waren sich Beschäftigte und Vorgesetzte noch in einem weiteren Punkt einig: Zweitbeliebteste Zusatzleistung ist die Möglichkeit, im Heimbüro zu arbeiten. Erst auf Platz drei gab es einen Unterschied: Die Führungskräfte nannten das Gesundheitsmanagement - beispielsweise Gesundheitschecks oder Fitnessstudio, während den befragten Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern eine betriebliche Krankenversicherung lieber war./cho/DP/zb