Der DAX dürfte zur Wochenmitte mit einem Rücksetzer in den Handelstag starten. Der Online-Broker IG taxiert das Börsenbarometer am Morgen rund 0,2 Prozent schwächer bei 25.453 Zählern. Damit würde der deutsche Leitindex deutlich unter die 25.500-Punkte-Marke zurücksetzen. Belastet wird der DAX-Kurs dabei erneut von der Korrektur im KI-Sektor sowie dem Iran-Krieg.
• Der DAX dürfte zum Handelsstart unter die Marke von 25.500 Zählern zurückfallen.
• Neue Angriffe im Irankrieg belasten die Stimmung.
• In Südkorea und Japan setzt sich der Ausverkauf bei KI-Aktien fort.
Wie DER AKTIONÄR berichtete, kam es im Zuge des Iran-Kriegs erneut zu Angriffen auf Tanker in der Straße von Hormus. Die USA reagierten darauf mit Luftangriffen auf militärische Ziele im Iran sowie der Wiedereinführung zuvor gelockerter Sanktionen. Die Folge: Die jüngste Entwicklung im Nahen Osten sorgt wieder für erhöhte Nervosität an den Märkten. Die Ölpreise legen daher zur Wochenmitte wieder deutlich zu. Brent- und WTI-Öl verteuern sich zeitweise um je fünf Prozent auf 75,80 Dollar beziehungsweise 72,20 Dollar. Die Unsicherheit treibt zudem den Goldpreis an: Die Feinunze klettert um 21,22 Dollar auf 4.128,56 Dollar.
Zusätzlich kommen aus den USA und Südkorea schwache Vorgaben. Am Vorabend hatte der Dow Jones ein Minus von 0,25 Prozent auf 52.925,15 Dollar verzeichnet. Noch höher fielen die Verluste mit einem Minus von 1,77 Prozent beim Nasdaq 100 aus.
In Asien bricht der Kospi, der maßgeblich von der Kursentwicklung von SK Hynix und Samsung abhängt, zur Wochenmitte um rund fünf Prozent nach und fällt auf den tiefsten Stand seit Mitte Mai. Auch für den Nikkei 225 geht es um rund ein Prozent abwärts. Gegen den Trend stemmt sich dagegen der Hongkonger Hang Seng mit einem Plus von 2,3 Prozent. Hier erwiesen sich im Gegensatz zum weitverbreiteten Trend insbesondere die chinesischen Techwerte als Kurstreiber: Alibaba und Tencent verzeichnen deutliche Kursgewinne – ganz zur Freude der China-Stock-Report-Leser.
Bei den Einzelwerten dürften die Papiere von BASF und der Commerzbank in den Fokus der Anleger rücken. Der Chemiekonzern zieht nach den ersten 100 Tagen seit der Eröffnung des 8,7 Milliarden Euro teuren Verbundstandorts in China eine positive Bilanz. Laut Aussagen des Finanzvorstands Dirk Elvermann habe der Standort bereits fast zwei profitable Monate verzeichnet. Vorbörslich gewinnt die BASF-Aktie rund 0,4 Prozent.
Die UniCredit will derweil das Ergebnis für das Commerzbank-Übernahmeangebot vorlegen. Am heutigen Mittwoch sollen demnach neue Zahlen präsentiert werden, die zeigen, wie viele Aktionäre das Angebot das Übernahmeangebot angenommen haben. Wie AKTIONÄR-Leser wissen, hatte die Unicredit im Vorfeld 0,485 eigene Aktien je Commerzbank-Papier geboten.
Zudem steht heute die Veröffentlichung des FOMC-Sitzungsprotokolls auf der Agenda. Anleger suchen darin nach Hinweisen auf die künftige Zinsstrategie der Fed, um die aktuelle wirtschaftliche Einschätzung der Währungshüter besser zu verstehen. Davor werden um 16 Uhr jedoch noch die aktuellen Zahlen zu den Großhandelslagebeständen in den USA publiziert.
Seit wann gibt es den DAX?
Der Deutsche Aktienindex (DAX) wurde am 1. Juli 1988 eingeführt.
Was misst der DAX?
Der DAX misst die Wertentwicklung der größten und liquidesten Unternehmen, die an der Frankfurter Börse gelistet sind. Als sogenannter Performance-Index berücksichtigt er nicht nur die Kursentwicklung der Aktien, sondern auch die Dividenden, die an die Aktionäre ausgeschüttet werden.
Wie viele Unternehmen sind im DAX gelistet?
Im DAX sind 40 Unternehmen gelistet Diese Anzahl wurde im September 2021 von ursprünglich 30 auf 40 erhöht, um die deutsche Wirtschaft besser abzubilden.