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Trump: Rechne nicht mit Fortsetzung des Iran-Kriegs

Trump: Rechne nicht mit Fortsetzung des Iran-Kriegs

8.7.2026 17:22:20 | Quelle: dpa | Lesedauer etwa 2 min.

WASHINGTON (dpa-AFX) - Nach erneuten Drohungen gegen die Führung in Teheran hat US-Präsident Donald Trump die Gefahren einer neuen Eskalation im Iran-Krieg heruntergespielt. "Ich glaube nicht, dass er wieder aufflammt", sagte er bei einer Pressekonferenz. Stattdessen rechne er damit, dass der Konflikt zeitnah wieder beigelegt werde.

Nur wenige Stunden zuvor hatte Trump mit weiteren US-Angriffen in der Nacht zum Donnerstag gedroht. Das US-Militär habe den Iran "hart getroffen" und "wir werden sie höchstwahrscheinlich auch heute Nacht wieder hart treffen", sagte er. Der Iran habe sich "sehr schlecht" benommen.

Trump drohte damit, erneut eine Blockade gegen den Iran zu errichten. Im Iran-Krieg hatte das US-Militär zeitweise Schiffe daran gehindert, Häfen im Iran anzusteuern oder von diesen loszufahren.

Das US-Militär hatte in Reaktion auf Attacken gegen Tanker in der Straße von Hormus Dutzende Ziele bombardiert. Zudem setzten die USA Sanktionen auf iranisches Öl wieder in Kraft.

Irans Militär kündigte Medienberichten zufolge eine Reaktion auf die Angriffe an. Kurz darauf meldete die Armee des mit Washington verbündeten Golfstaats Kuwait feindlichen Beschuss. Auch in Bahrain heulten am frühen Morgen die Sirenen. Eigentlich hatten die USA und der Iran eine Waffenruhe vereinbart.

Anspannung an den Märkten

Im Gegensatz zu Präsident Trump sehen Märkte und Händler dagegen keine Zeichen der Entspannung - im Gegenteil: Am Mittwoch stieg der Preis für ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im August etwa um gut 5,3 Prozent auf 78,16 US-Dollar.

Bereits vor der jüngsten Eskalation hatte der Internationale Währungsfonds (IWF) festgestellt, dass die Energiepreise ungefähr 25 Prozent höher liegen als vor dem Krieg. Trump hingegen behauptete, ohne Fakten zu nennen, dass die Ölpreise "wie ein Stein fallen". Die Eskalation belastete auch die Börsen. Der Dax und der Eurozone-Leitindex EuroStoxx 50 büßten deutlich ein./ngu/DP/he