MÜNCHEN (dpa-AFX) - "Münchner Merkur" zu VW:
"Nach der historischen Aufsichtsratssitzung bei VW lichten sich die Nebel - und geben den Blick frei auf einen Machtkampf bei Deutschlands größtem Autokonzern, wie ihn die Republik noch nicht erlebt hat. Wenn es einen perfekten Sturm gibt, dann hat er sich über Wolfsburg zusammengebraut: Managementfehler, nationale Standortnachteile und unfaire Praktiken des übermächtigen Wettbewerbers China treffen auf einen politisch gelähmten Konzern, in dem SPD und Grüne aus Angst vor ihren Wählern nötige Anpassungsmaßnahmen im Aufsichtsrat mitblockieren. Der Staat ist nicht der bessere Unternehmer. Erst recht ist er nicht dazu da, dauerhaft mehr an die Arbeitnehmer zu verteilen, als ein Unternehmen am Markt erwirtschaften kann."/yyzz/DP/he