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Irak weist Umsetzung von Sanktionen gegen libanesische Hisbollah an

Irak weist Umsetzung von Sanktionen gegen libanesische Hisbollah an

15.7.2026 15:59:33 | Quelle: dpa | Lesedauer etwa 1 min.

BAGDAD (dpa-AFX) - Der Irak hat seine Banken und zuständigen Finanzinstitutionen angewiesen, neue US-Sanktionen gegen mutmaßliche Unterstützer-Netzwerke der libanesischen Hisbollah und der Terrororganisation Islamischer Staat umzusetzen. Die Maßnahmen zielten darauf ab, den Zugang sanktionierter Personen und Organisationen zum irakischen Finanzsystem zu unterbinden, teilte ein irakischer Regierungsvertreter mit.

US-Behörden werfen Hisbollah-nahen Netzwerken seit längerem vor, das irakische Finanzsystem und Handelswege zu nutzen, um Gelder in der Region zu bewegen und internationale Sanktionen zu umgehen.

Die Hisbollah ist von den USA und mehreren anderen Staaten als Terrororganisation eingestuft. Sie wird allerdings wie viele Milizen im Irak auch vom Iran unterstützt. Viele dieser Milizen im Irak haben einen großen militärischen und politischen Einfluss. Ähnlich wie die libanesische Hisbollah sollen nun auch die proiranischen Milizen im Irak entwaffnet werden. Ihre Entwaffnung bedeutet für die irakische Regierung eine enorme Herausforderung, weil die mächtigsten Milizen im Land - genau wie die Hisbollah im Libanon - den Schritt ablehnen.

Der Schritt erfolgte einen Tag nach einem Treffen des irakischen Ministerpräsidenten Ali al-Saidi mit US-Präsident Donald Trump in Washington. Die Anweisung an die Banken unterstreicht die neue Linie der Regierung im Umgang mit proiranischen Milizen./arj/DP/men