JÜLICH/AHAUS (dpa-AFX) - Der siebte von 152 Castor-Behältern mit Atommüll aus dem ehemaligen Forschungsreaktor Jülich hat das Zwischenlager in Ahaus erreicht. In der Nacht brachte ein Schwerlasttransporter den Behälter ohne Zwischenfälle an das etwa 170 Kilometer entfernte Ziel, wie die Polizei mitteilte. Demnach gab es auch diesmal Proteste: In Jülich nahmen fünf Menschen an einer Versammlung teil und in Ahaus 18 Personen an einer Fahrraddemonstration.
Die Polizei sicherte den Atommüll-Transport quer durch NRW erneut mit einem Großaufgebot aus schätzungsweise Hunderten Beamten an den Start- und Zielpunkten sowie auf der Strecke ab. Bei den ersten Transporten aus Jülich nach Ahaus hatte die Polizei noch Autobahnabschnitte abgesperrt, inzwischen ist das nicht mehr der Fall. Autofahrer müssen aber damit rechnen, dass der Fahrzeugkonvoi nicht überholt werden kann.
In der Summe handelt es sich bei der Verlagerung der 152 Castor-Behälter um einen der größten Atommüll-Transporte auf der Straße seit Jahrzehnten. Rund 300.000 Brennelement-Kugeln sind in den Spezialbehältern eingepackt. Die Termine, genauen Fahrtrouten und Alternativstrecken werden aus Sicherheitsgründen nicht vorher bekanntgegeben./vd/DP/zb