COTTBUS (dpa-AFX) - Die "Lausitzer Rundschau" zum Unterhaltsvorschuss:
"Weil dieses Vorschießen des Geldes zu teuer geworden sei, seien die geplanten Streichungen für 16- und 17-jährige Kinder gerechtfertigt. Das aber ist eine Kapitulation vor der eigenen Unfähigkeit. Die staatlichen Stellen schaffen es nicht, die Schulden der Unterhaltspflichtigen einzutreiben - und dann bestraft man die, die am wenigsten etwas für das Verhalten ihrer Eltern können: die Kinder? Das ist der falsche Weg...Dabei gäbe es deutlich bessere Lösungen für eine Reform des Systems: einen effizienteren Datenaustausch zwischen den zuständigen Behörden, um die tatsächlichen Finanzverhältnisse festzustellen, den tatsächlichen Bedarf der Haushalte durch Einkommensprüfungen beider Elternteile ermitteln, die Verjährungsfristen für Unterhaltsvorschuss-Schulden verlängern oder das Gehalt des Säumigen pfänden - das können Krankenkassen schließlich auch."/yyzz/DP/men