MICHIGAN (dpa-AFX) - Die Stimmung der Verbraucher in den USA hat sich im Juli stärker als erwartet verbessert. Das von der Universität Michigan erhobene Konsumklima stieg laut der am Freitag veröffentlichten ersten Schätzung um 4,9 Punkte auf 54,4 Punkte. Volkswirte hatten im Schnitt lediglich mit einem Anstieg auf 51,0 Punkte gerechnet. Es verbesserten sich die Erwartungen der Verbraucher und noch stärker die Bewertung der aktuellen Lage.
Vor allem die gesunkenen Treibstoffpreise hätten zu der verbesserten Stimmung beigetragen. "Daher könnte es sich als schwierig erweisen, die positive Stimmung aufrechtzuerhalten, sollten sich die jüngsten Rückgänge der Benzinpreise anhaltend umkehren", schrieb Joanne Hsu, Leiterin der Umfrage. "Die für diese Veröffentlichung durchgeführten Befragungen fanden vom 23. Juni bis zum 13. Juli statt, wobei mehr als 70 Prozent davon bereits vor der Wiederaufnahme der US-Luftangriffe gegen den Iran am 7. Juli und dem darauf folgenden Anstieg der Benzinpreise abgeschlossen waren."
Die Inflationserwartungen der Verbraucher gaben auf hohem Niveau etwas nach. Auf Sicht von einem Jahr sanken sie von 4,6 auf 4,2 Prozent. Die längerfristigen Inflationserwartungen (5 bis 10 Jahre) verharrten bei 3,3 Prozent. Die US-Notenbank strebt lediglich eine Inflationsrate von 2 Prozent an. Im Juni war diese auf 3,5 Prozent gefallen.
Der Indikator der Universität Michigan misst das Kaufverhalten der Verbraucher in den USA. Er basiert auf einer telefonischen Umfrage unter etwa 500 Haushalten. Abgefragt werden die finanzielle und wirtschaftliche Lagebeurteilung sowie die entsprechenden Erwartungen./jsl/he