GESAMT-ROUNDUP 2: USA und Iran verschärfen den Krieg in der Golfregion
TEHERAN/WASHINGTON - Nach tagelangen US-Angriffen im Iran und Vergeltungsschlägen in der Region droht der Konflikt weiter außer Kontrolle zu geraten. Bei einem Raketenangriff der iranischen Revolutionsgarden auf einen Luftwaffenstützpunkt in Jordanien kamen erstmals seit Monaten wieder US-Soldaten ums Leben. Beide Seiten verschärften daraufhin ihre Drohungen. Diplomatische Bemühungen sind unterdessen nicht erkennbar. Die Gefahr einer weiteren Eskalation wächst.
Trump fordert: Iran ins Russland-Sanktionspaket aufnehmen
WASHINGTON - US-Präsident Donald Trump hat seine republikanische Partei aufgefordert, den Iran in ein geplantes Sanktionspaket gegen Russland aufzunehmen. "WICHTIG!!!", schrieb Trump in Großbuchstaben hinter seine Forderung, die er auf der Plattform Truth Social postete. "Das wollte Lindsey tun", ergänzte der Präsident, und verwies damit auf den kürzlich gestorbenen Senatoren Lindsey Graham. Dieser hatte sich maßgeblich für das Gesetzesvorhaben für neue Sanktionen gegen Russland eingesetzt.
Neuer Premierminister verspricht 'mehr Luft zum Atmen'
LONDON - Der künftige britische Premierminister Andy Burnham wird während seiner ersten Rede als Regierungschef "mehr Luft zum Atmen" bei finanziellen Entscheidungen versprechen. Das geht aus einem Manuskript zur Rede des 56-Jährige nach seiner Ernennung am Montagvormittag hervor. Er wird demnach darlegen, dass er für spürbaren Verbesserungen im Alltag der Menschen im Vereinigten Königreich eintrete.
ROUNDUP 2: Merz drückt aufs Tempo bei Suche nach Spahn-Nachfolge
BERLIN - Nach dem Rücktritt von Unionsfraktionschef Jens Spahn (CDU) will Kanzler Friedrich Merz die Nachfolge zügig klären. Merz strebt eine Entscheidung vor seiner ab Ende Juli geplanten Urlaubszeit an. Das erfuhr die Deutsche Presse-Agentur aus dem Umfeld des CDU-Chefs. Seit Spahns Rücktritt laufen die Personalspekulationen in der Union auf Hochtouren. Am häufigsten wird Kanzleramtschef Thorsten Frei (CDU) als möglicher Nachfolger genannt.
ROUNDUP/Spahn-Nachfolge: Diese Namen werden genannt
BERLIN - Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) will sich nach dem Rücktritt von Fraktionschef Jens Spahn keine lange Hängepartie leisten. Er will die Nachfolge schnell regeln und zusammen mit CSU-Chef Markus Söder bald einen Vorschlag machen.
Merz: 'Habe nie jemandem persönliche Faulheit unterstellt'
BERLIN - Bundeskanzler Friedrich Merz hat Kritik an seinem Kommunikationsstil gegenüber der Bevölkerung zurückgewiesen. "Ich habe nie jemandem persönliche Faulheit unterstellt", sagte der CDU-Vorsitzende im ZDF-"Sommerinterview". "Ich habe nur gesagt, dass die Zahl der geleisteten Arbeitsstunden in Deutschland im Augenblick zu niedrig ist." Produktivität und wirtschaftliche Leistung seien zu gering - "da müssen wir ran".
ROUNDUP 2: Massiver russischer Raketenangriff auf Kiew - Opfer
KIEW/MOSKAU - Russland hat die ukrainische Hauptstadt Kiew mit Dutzenden ballistischen Raketen beschossen und damit erneut verheerende Zerstörungen angerichtet. Dutzende Explosionen, teils von Flugabwehrraketen, waren in der Nacht im Zentrum der Dreimillionenstadt zu hören, wie ein dpa-Reporter in der Stadt berichtete. Präsident Wolodymyr Selenskyj sprach von einem "der massivsten ballistischen Angriffe auf Kiew". Demnach gab es einen Toten und 16 Verletzte.
Irak prüft Bau einer neuen Ölpipeline zum Mittelmeer
BAGDAD - Der Irak treibt den Bau einer Ölpipeline zu türkischen und syrischen Häfen am Mittelmeer wegen der anhaltenden Blockade der Straße von Hormus voran. Diese könnte von den ölreichen Regionen Basra im Süden und Kirkuk im Norden zu den Mittelmeerhäfen Ceyhan in der Türkei und Banijas in Syrien führen und zu einem späteren Zeitpunkt nach Akaba in Jordanien am Roten Meer. Derzeit laufe eine Studie über die Machbarkeit einer solchen Pipeline, sagte Iraks Ölminister Basim Chudair der Staatsagentur INA. Es gebe eine klare Strategie, um neue Exportrouten für irakisches Öl zu finden.
ROUNDUP: Gesundheits-Sparpaket - Wie gesichert sind stabile Beiträge?
BERLIN - Das umkämpfte Sparpaket der schwarz-roten Koalition bei den Gesundheitsausgaben ist beschlossene Sache - doch wie gesichert ist jetzt auch der Schutz vor höheren Beiträgen? Die gesetzlichen Krankenkassen sehen eine Stabilisierung erreicht, aber keinen Spielraum mehr für Abschwächungen. "Wir haben jetzt eine solide Grundlage dafür, dass die Krankenkassenbeiträge in den kommenden zwei Jahren insgesamt stabil bleiben können", sagte der Chef des Spitzenverbands, Oliver Blatt, der Deutschen Presse-Agentur. "Luft ist da allerdings nicht." Es sei wichtig, alle Maßnahmen konsequent umzusetzen.
CSU für langfristige Entlastung bei Energiepreisen
BERLIN - Die CSU sieht nach dem Ende des Tankrabatts vorerst keine schnellen neuen Entlastungsschritte wegen der hohen Energiepreise infolge des Iran-Kriegs. Es brauche dafür "eine nachhaltige, eine dauerhaft stabile Lösung", sagte der Vorsitzende der CSU-Abgeordneten im Bundestag, Alexander Hoffmann, der Deutschen Presse-Agentur. Dazu müsse es eine Deeskalation vor Ort geben. "Gleichzeitig brauchen wir dann langfristig eine Entlastung, und die legen wir für die Menschen im Land an in unserer Einkommensteuerreform, die zum 1.1.2027 greifen wird."
Trump: Kanada soll für Luftverschmutzung durch Brände zahlen
WASHINGTON - US-Präsident Donald Trump hat Kanada für die durch Waldbrände verursachte Luftverschmutzung verantwortlich gemacht und mit Konsequenzen gedroht. Die den USA entstehenden Kosten müssten "zwangsläufig" den bestehenden Zöllen auf kanadische Importe hinzugerechnet werden, teilte er auf seiner Plattform Truth Social mit. Er werde Premierminister Mark Carney anrufen, um zu erfahren, was dieser gegen die Luftverschmutzung tue.
Datendienst: Durchfahrten durch Straße von Hormus auf Dreiwochentief
TEHERAN - Nach den wieder aufgenommenen gegenseitigen Angriffen zwischen den USA und dem Iran ist der Schiffsverkehr in der Straße von Hormus fast wieder zum Erliegen gekommen. Daten des Anbieters Kpler zufolge vom Freitag passierten am Donnerstag lediglich acht Schiffe die Meerenge. Dies stelle den niedrigsten Wert seit drei Wochen dar, hieß es in einem Post von Kpler auf der Plattform X. Am Mittwoch seien es noch 15 Durchfahrten gewesen. Vor zwei Wochen lag der Zähler noch bei 48 Passagen. Vor Kriegsbeginn Ende Februar durchquerten im Schnitt mehr als 100 Schiffe täglich die Straße von Hormus.
Festgesetztes Russen-Geld: Euroclear verliert Berufung
BRÜSSEL - Das belgische Finanzinstitut Euroclear, das den Großteil der in Europa festgesetzten Vermögenswerte der russischen Zentralbank verwaltet, hat vor einem russischen Gericht eine Niederlage erlitten. Die Berufung gegen ein Urteil zugunsten der russischen Zentralbank wurde abgewiesen, wie aus dem Halbjahresbericht des in Brüssel ansässigen Finanzdienstleisters hervorgeht.
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ROUNDUP: Sie lesen im Konjunktur-Überblick eine Zusammenfassung. Zu diesem Thema gibt es mehrere Meldungen auf dem dpa-AFX Nachrichtendienst.
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