DÜSSELDORF (dpa-AFX) - "Handelsblatt" zu Spahn/Merz:
"Zunächst schafft Spahns Abgang allerhand Probleme. Der Fraktionschef war einer der mächtigsten CDU-Politiker, über Parteigrenzen hinweg für seine Professionalität geschätzt. Und in den komplizierten Gesprächen über das aktuelle Reformpaket von Schwarz-Rot galt er als verlässlicher Verhandler. (...) Auf den zweiten Blick bietet der Neuanfang auch eine Chance für die Regierung. Denn der Rücktritt zwingt Merz zu einem Schritt, den er längst hätte gehen müssen: eine Kabinettsumbildung. (...) Lange Personalspekulationen wären allerdings ein Desaster in einer Zeit der Wahlkämpfe in Sachsen-Anhalt, Mecklenburg-Vorpommern und Berlin. Gerade deshalb muss Merz schnell entscheiden und das Machtvakuum füllen, bevor es sich zur Regierungskrise auswächst. Dann ließe sich vielleicht sogar zu dem eigentlichen Plan zurückkehren: Doch noch mit Ruhe in die Sommerpause starten."/yyzz/DP/stw