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Asean fordert sofortiges Ende der Gewalt im Nahen Osten

Asean fordert sofortiges Ende der Gewalt im Nahen Osten

21.7.2026 06:36:41 | Quelle: dpa | Lesedauer etwa 2 min.

MANILA (dpa-AFX) - Die Außenminister der südostasiatischen Staatengemeinschaft Asean haben sich angesichts der jüngsten Eskalation des Konflikts zwischen den USA und dem Iran tief besorgt gezeigt und alle Beteiligten zu größter Zurückhaltung aufgerufen. Die neuen Kämpfe gefährdeten die diplomatischen Bemühungen um eine friedliche Lösung des Konflikts, hieß es in einer gemeinsamen Erklärung der Minister im Zuge ihres Gipfeltreffens in der philippinischen Hauptstadt Manila.

"Wir appellieren an alle Beteiligten, größtmögliche Zurückhaltung zu üben und jegliche Handlungen zu vermeiden, die die Situation weiter verschärfen könnten", hieß es in dem Dokument weiter. Zugleich forderten die Außenminister einen "vollständigen und sofortigen Stopp der Feindseligkeiten an allen Fronten im Nahen Osten".

Außenminister aus USA, Russland und China erwartet

Der südostasiatischen Staatengemeinschaft Asean gehören elf Länder an, darunter Indonesien, Thailand, Malaysia und Singapur. Die Philippinen haben in diesem Jahr den rotierenden Vorsitz der Organisation.

Zu dem mehrtägigen Treffen haben sich auch US-Außenminister Marco Rubio und seine Amtskollegen aus Russland und China, Sergej Lawrow und Wang Yi, angekündigt. Ob es auch zu bilateralen Gesprächen kommen wird, war zunächst unklar.

Freie Fahrt durch die Straße von Hormus gefordert

Mit Blick auf die Bedeutung Asiens für den Welthandel forderten die Asean-Staaten in ihrer Erklärung auch die ungehinderte Durchfahrt durch die strategisch wichtige Straße von Hormus. Sie warnten vor einseitigen Maßnahmen, die den internationalen Schiffsverkehr beeinträchtigen könnten, und verlangten die Einhaltung des internationalen Seerechts sowie den Schutz von Seeleuten und Schiffen.

Zugleich warnten die Minister vor den wirtschaftlichen Folgen des Konflikts. Die anhaltenden Spannungen könnten erhebliche Auswirkungen auf Handel, Energie- und Ernährungssicherheit sowie internationale Lieferketten haben./cfn/DP/nas