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ROUNDUP 2: Libanesische Armee rückt in erste Pilotzone ein

ROUNDUP 2: Libanesische Armee rückt in erste Pilotzone ein

21.7.2026 12:54:07 | Quelle: dpa | Lesedauer etwa 2 min.

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BEIRUT (dpa-AFX) - Die libanesische Armee hat nach eigenen Angaben mit der Verlegung von Truppen in die Ortschaft Sautar al-Gharbija im Rahmen einer Sicherheitsvereinbarung mit Israel begonnen. Die Ortschaft ist eine von mehreren sogenannten Pilotzonen im Südlibanon. Hier soll ein Abzug der weiterhin im Libanon stationierten israelischen Truppen getestet werden.

In diesen Zonen sollen die libanesischen Streitkräfte die Kontrolle übernehmen und die Hisbollah entwaffnen, während sich die israelische Armee gleichzeitig schrittweise zurückzieht. Die Pilotzonen sollen zeigen, ob dieser Ablauf in der Praxis funktioniert, bevor das Vorgehen auf weitere Gebiete ausgeweitet wird.

Libanesische Anwohner in den als Pilotzonen ausgezeichneten Orten zweifelten die Absichten des Plans in ihren Dörfern an. Diese Gebiete seien nicht von Israel besetzt, sondern vielmehr dessen Beschuss ausgesetzt gewesen, sagten Bewohner einem dpa-Fotografen vor Ort. Aus libanesischen Sicherheitskreisen hieß es, die israelische Armee hätte in Sautar al-Gharbija keine festen Stützpunkte unterhalten, sondern habe Gebiet üblicherweise betreten und wieder verlassen.

Die libanesische Armee gab an, dass israelische Streitkräfte das Feuer während des Einsatzes eröffnet hätten und die Umsetzung daher erschwerten.

Rahmenvereinbarung ohne Hisbollah

Bei direkten Gesprächen zwischen Israel und dem Libanon haben sich die eigentlich verfeindeten Nachbarstaaten zuletzt auf eine Rahmenvereinbarung geeinigt. Darin wurde ausgemacht, dass die Hisbollah entwaffnet wird und die israelische Armee aus dem Südlibanon abziehen soll. Die Hisbollah lehnt die Vereinbarung allerdings ab. Sie war nicht an den Gesprächen beteiligt. Sie fordert zunächst einen kompletten israelischen Abzug.

Libanons Präsident Joseph Aoun ist derzeit in der US-Hauptstadt Washington. Dort trifft er heute auf US-Präsident Donald Trump./arj/DP/nas