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GNW-News: EU-Phosphorindex: Russlands Anteil an EU-Ausgaben für Phosphatimporte steigt

GNW-News: EU-Phosphorindex: Russlands Anteil an EU-Ausgaben für Phosphatimporte steigt

22.7.2026 05:50:01 | Quelle: dpa | Lesedauer etwa 2 min.

^STOCKHOLM, July 22, 2026 (GLOBE NEWSWIRE) Europäische Unternehmen haben im
ersten Halbjahr 2026 Phosphatgestein im Wert von über 100 Mio. EUR aus Russland
importiert. Das geht aus einer Analyse der Daten der Europäischen Kommission
durch das schwedische Umweltunternehmen Ragn-Sells hervor. Russland blieb
wertmäßig der größte Lieferant der EU und machte mehr als ein Drittel der
Ausgaben der Union für Phosphatimporte aus.
Die Einfuhren von Rohphosphat aus Russland beliefen sich in den ersten sechs
Monaten des Jahres 2026 auf insgesamt rund 436.000 Tonnen. Trotz eines leichten
Rückgangs der Importvolumina stieg der Wert von 101 Mio. auf 105 Mio. EUR,
wodurch sich Russlands Anteil an den EU-Importausgaben für Phosphat von 32 auf
34 Prozent erhöhte. Marokko blieb der zweitgrößte Lieferant der EU.
?Ein sicherer Zugang zu Phosphor ist für die Nahrungsmittelsicherheit
unerlässlich. Europa hat die Verringerung strategischer Abhängigkeiten zu einer
Priorität gemacht, doch ein Drittel seiner Ausgaben für importiertes
Phosphatgestein fließt immer noch nach Russland", so Pär Larshans, Chief
Sustainability Officer bei der Ragn-Sells Group.
Phosphor ist ein wichtiger Bestandteil von Mineraldüngern und Tierfutter und
wird von der Europäischen Union als kritischer Rohstoff eingestuft. Fast der
gesamte in der europäischen Landwirtschaft verwendete Phosphor wird importiert,
da das einzige Phosphatbergwerk der EU (in Finnland) weniger als 10 Prozent des
landwirtschaftlichen Bedarfs deckt.
?Die jüngsten Störungen rund um die Straße von Hormus zeigen, wie schnell
globale Lieferketten zum Erliegen kommen können. Bei einem so wichtigen
Nährstoff wie Phosphor kann es sich Europa nicht leisten, sich vollständig auf
Importe zu verlassen", so Pär Larshans.
Moderne Technologien wie Ash2Phos
(https://www.easymining.com/technologies/ash2phos2/ash2phos/) von EasyMining,
einer Tochtergesellschaft von Ragn-Sells, können hochreinen Phosphor aus
Klärschlammasche zurückgewinnen. Nach geltendem EU-Recht ist recycelter Phosphor
in Tierfutter jedoch weiterhin verboten. Schweden hat die Kommission
aufgefordert, bei der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (European
Food Safety Authority, EFSA) eine Risikobewertung anzufordern
(https://www.regeringen.se/contentassets/04cfa7f8cfe844d0bd855f232cbf9ebb/forenk
lingsatgarder/), als ersten Schritt zur Überarbeitung der
Futtermittelgesetzgebung.
?Europa mangelt es nicht an Phosphor - es mangelt ihm am Zugang zu seinen
eigenen Ressourcen. Durch eine einfache Aktualisierung eines Anhangs im
Rohstoffgesetz könnte die EU erhebliche Investitionen freisetzen, ihre
Wettbewerbsfähigkeit stärken und die Abhängigkeit von Russland verringern", so
Jan Svärd, CEO von EasyMining.
Weitere Informationen:
Debby Porter Laffitte, Press Officer, Ragn-Sells Group, +46 10 723 24 00,
press@ragnsells.com (mailto:press@ragnsells.com)
Führende Lieferanten von Phosphatgestein in die EU, Jan.-Juni 2026
1. Russland: 105 Mio. EUR (34 %)
2. Marokko: 98 Mio. EUR (32 %)
3. Ägypten: 24 Mio. EUR (8 %)
Quelle: Europäische Kommission (GD Landwirtschaft und ländliche Entwicklung)
(https://agridata.ec.europa.eu/extensions/DashboardFertiliser/FertiliserTrade.ht
ml). Daten abgerufen am 15. Juli 2026.
Ein Foto zu dieser Ankündigung ist verfügbar unter:
https://www.globenewswire.com/NewsRoom/AttachmentNg/904d4a10-a7d9-
4e34-8f91-068b67be760e/de
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