NÜRNBERG (dpa-AFX) - "Nürnberger Nachrichten" zu Thorsten Frei:
"Frei ist ein Politiker weitgehend ohne Vorbelastungen. Spahn schleppte von einem viel diskutierten Hauskredit bis zur Maskenbeschaffung viele Affären mit sich - und zog damit nie nachlassende Aufmerksamkeit auf sich als Person, wo er doch voll und ganz der Fraktion dienen sollte. Er war, das kann man so sagen, alles andere als ein Sympathieträger, auch wegen seines harten Auftretens. Der Nachfolger war vor dem Wechsel nach Berlin neun Jahre lang Oberbürgermeister von Donaueschingen (bis 2013) und weiß, was es heißt, zwischen den Lagern zu vermitteln.
Der Neue ist ein Mann des Parlaments. Er war dreieinhalb Jahre lang Fraktionsgeschäftsführer, die Abläufe im Bundestag sind ihm bestens vertraut. Er machte damals den Eindruck, sich in dieser Rolle wohlzufühlen. Jens Spahn hingegen zog es schon sehr früh in Regierungsämter (Finanz-Staatssekretär, Gesundheitsminister), die Exekutive schien sein eigentliches Metier zu sein."/DP/jha