DAX ®10.356,70+2,79%TecDAX ®2.698,06+1,32%Dow Jones22.970,29+1,28%NASDAQ 1008.141,83+0,74%
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5 Themen, die am Montag für DAX-Anleger wichtig sind

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 4 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Zum Wochenbeginn zeichnen sich am deutschen Aktienmarkt eine gut behauptete Tendenz ab. Allerdings wird der Leitindex zunächst wohl noch keinen weiteren Anlauf auf sein Rekordhoch bei knapp 13.597 Punkten nehmen. Vor dem Xetra-Handelsstart wurde der DAX +2,79% bei 13.507 Punkten etwa 0,2 Prozent höher als beim Schlusskurs am Freitag taxiert.

"Die Anleger lassen die neue Börsenwoche ruhig angehen. Für viele lautet das Motto erstmal abwarten", sagte Analyst Thomas Altmann vom Vermögensverwalter QC Partners. "Morgen beginnt in den USA die Berichtssaison für das vierte Quartal 2019. Dann wird sich zeigen, ob die hohen Bewertungen am Aktienmarkt gerechtfertigt sind."

Gerade angesichts der hohen Aktienkurse könnten verfehlte Gewinnziele schnell zu drastischen Kursverlusten führen. Am Dienstag legen mit JPMorgan +1,89%, Wells Fargo +5,35% und Citigroup +16,40% drei Großbanken Quartalszahlen vor. Auch in Deutschland werden im Verlauf der Woche erste Unternehmen Geschäftszahlen vorlegen. - Folgende Themen könnten heute die Kurse beeinflussen.

Vorgaben aus den USA

Der Dow Jones Industrial +1,28% hat am Freitag erstmals in seiner Geschichte die Marke von 29.000 Punkten übersprungen. Allerdings konnte er sich nicht lange in dieser Rekordhöhe halten. Zum Handelsschluss verlor der Leitindex 0,5 Prozent auf 28.823 Punkte. Auf Wochensicht verzeichnete der Dow damit ein Plus von rund 0,7 Prozent.

Auch den anderen Indizes in New York ging nach dem Erreichen erneuter Rekorde die Luft aus. Der marktbreite S&P 500 +0,86% schloss 0,3 Prozent schwächer auf 3.265 Punkten. Für den technologielastigen Nasdaq 100 +0,73% ging es um 0,26 Prozent auf 8966,64 Zähler nach unten. Entspannungssignale im Konflikt zwischen den USA und dem Iran und die in der neuen Woche anstehende Unterzeichnung der Teileinigung im US-chinesischen Handelsstreit sorgten zuletzt wieder für Optimismus am Markt.

Handel in Fernost

An den asiatischen Börsen ist zum Wochenauftakt gestützt auf die Hoffnung einer weiteren Entspannung im Nahen Osten und im Handelsstreit zwischen China und den USA weiter nach oben gegangen. Der CSI-300-Index mit den 300 wichtigsten Aktien an den chinesischen Festlandbörsen legte zuletzt ein halbes Prozent zu. In Hongkong rückte der Hang Seng +2,06% fast ein Prozent vor. In Japan wurde wegen eines Feiertags nicht gehandelt.

Unternehmens-News

Für Kurseuphorie sorgte im vorbörslichen Handel auf Tradegate die Nachricht über eine Kooperation von Morphosys -0,58% mit dem US-Pharma-Unternehmen Incyte. Im Rahmen dieser erhält Morphosys von Incyte 750 Millionen US-Dollar für die Vermarktung des Antikörpers Tafasitamab von Morphosys zur Behandlung von malignen B-Zell-Erkrankungen. Hinzu kommen 150 Millionen Dollar in Form neuer Morphosys-Aktien. Erreicht der Wirkstoff bestimmte Ziele, könnte Morphosys bis zu 1,1 Milliarden Dollar an sogenannten Meilensteinzahlen erhalten. Der Morphosys-Kurs schoss daraufhin um über acht Prozent nach oben auf den höchsten Stand seit Anfang 2000.

Beim Bezahldienstleister Wirecard +0,24% reagierten Anleger erfreut auf einen Wechsel an der Spitze des Aufsichtsrats. Der Kurs legte auf Tradegate um fast zwei Prozent zu. Der Aufsichtsratschef Wulf Matthias hat sein Amt mit sofortiger Wirkung abgegeben. Der bisheriger Leiter des Prüfungsausschusses Thomas Eichelmann leitet nun das Gremium.

Konjunkturdaten

Rund zwei Wochen vor dem anstehenden Brexit werden in Großbritannien heute einige wichtige Wirtschaftsdaten wie die Handelsbilanz und Zahlen zur Industrieproduktion (10.30 Uhr) erwartet. Und in den USA wird um 20 Uhr der Haushaltssaldo veröffentlicht. Ansonsten bleibt es an der Konjunkturfront ruhig. 

Rezessionsjahr in Metall- und Elektro-Industrie

Am Morgen gab es bereits magere Daten aus der Metall- und Elektro-Industrie. Die Produktion ist demnach im vergangenen Jahr deutlich zurückgegangen. Um 5,2 Prozent lag sie zwischen Januar und November unter dem Wert des Vorjahreszeitraums, wie der Arbeitgeberverband Gesamtmetall mitteilte. "Damit ist schon jetzt klar, dass die Metall- und Elektro-Industrie das Jahr mit einem Minus von gut fünf Prozent in der Produktion abschließen wird und 2019 komplett als Rezessionsjahr verbuchen muss", teilte Gesamtmetall-Chefvolkswirt Michael Stahl mit. "Das ist das größte Minus seit der Wirtschaftskrise 2009." Zum Umsatz machte der Verband keine Angaben. (Mit Material von dpa-AFX)

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