DAX ®9.525,77-0,47%TecDAX ®2.561,99-0,06%Dow Jones21.052,53-1,69%NASDAQ 1007.528,11-1,41%
finanztreff.de

7 Themen, die am Donnerstag für DAX-Anleger wichtig sind

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 5 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Die Kurse am deutschen Aktienmarkt dürften am Donnerstag weitgehend ihr erreichtes Kursniveau verteidigen. Nach dem am Vortag nur knapp verpassten Rekordhoch pendelt der DAX -0,47% kurz vor Xetra-Handelsstart minimal tiefer bei 13.781 Punkten. Die "Schaukelbörse" auf hohem Kursniveau setze sich fort, hieß es am Morgen vom Londoner Handelshaus Liberum. 

Das Sitzungsprotokoll der US-Notenbank Fed hatte am Vorabend keine größeren Impulse gegeben. Die Fed signalisierte ein Festhalten an ihrer Geldpolitik. Gleichzeitig verwies man auf globale Entwicklungen, wie den Coronavirus, die die Wirtschaft belasteten könnten. Der Dow war nach der Veröffentlichung des Protokolls auf den höchsten Stand des Tages geklettert, war anschließend aber etwas zurückgefallen. - Folgende Themen könnten heute Einfluss auf die Kursentwicklung deutscher Aktien nehmen.

Vorgaben aus den USA

Die Anleger an der Wall Street haben am Mittwoch nach dem Rücksetzer vom Vortag wieder zugegriffen. Gestützt auf den Willen Chinas, die wirtschaftlichen Konsequenzen der Coronavirus-Epidemie so gering wie möglich zu halten, legte der Dow Jones Industrial -1,69% um 0,40 Prozent auf 29 348,03 Punkte zu. Für einen Rekord reichte dies bei dem Leitindex aber nicht. In der Vorwoche hatte er 29 568 Punkte erreicht.

Handel in Fernost

An den asiatischen Börsen ist es am Donnerstag für den japanischen Leitindex Nikkei 225 +0,01% um 0,3 Prozent auf 23.479 Punkte nach oben gegangen. Mit Blick auf China war die Tendenz derweil uneinheitlich. Während der CSI-300-Index mit den 300 wichtigsten Aktien an den chinesischen Festlandbörsen zuletzt um fast zwei Prozent zulegte, fiel der Hang Seng -0,44% in Hongkong um knapp ein halbes Prozent.

Coronavirus

Die Sorgen vor dem Coronavirus ebben nicht ab. Zwar ging die Zahl der Neuinfektionen in China nach offiziellen Angaben auf den tiefsten Stand seit Wochen zurück - allerdings sorgt eine erneut geänderte Zählweise für Verwirrung. Zuletzt waren 75.727 Menschen offiziell mit Covid-19 infiziert, die Zahl der Gestorbenen erhöhte sich auf 2.128, fast 16.500 Patienten gelten als geheilt.

Unternehmen und Verbraucher kommen in China als Folge der Virus-Krise günstiger an Kredite. Mit der Zinssenkung sollen die wirtschaftlichen Folgen der Coronavirus-Verbreitung abgefedert werden. Wie die chinesische Notenbank am Donnerstag in Peking mitteilte, sinkt der Referenzzins für einjährigen Bankkredite um 0,1 Prozentpunkte auf 4,05 Prozent. Der entsprechende Zins für fünfjährige Kredit sinkt um 0,05 Punkte auf 4,75 Prozent.

Konjunkturdaten

Nach einem optimistischen Start ins neue Jahr hat sich die Stimmung der Verbraucher in Deutschland wieder etwas verschlechtert. In seinem monatlich ermittelten Konsumklimaindex prognostiziert der Nürnberger Marktforscher GfK für März einen Rückgang um 0,1 Punkte auf 9,8 Zähler. Im Vormonat war der Wert um 0,2 Zähler gestiegen.

In Deutschland sind die Preise auf Ebene der Produzenten zu Jahresbeginn wieder gestiegen. Wie das Statistische Bundesamt mitteilte, lagen die Erzeugerpreise 0,2 Prozent höher als ein Jahr zuvor. Es ist der erste Anstieg seit August. Analysten hatten dagegen einen neuerlichen Rückgang um im Mittel 0,4 Prozent erwartet.

Später folgen noch die wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe sowie der Philly Fed Index für Februar, die um 14.30 Uhr bekannt gegeben werden. Investoren schauen zudem um 16 Uhr auf die Entwicklung der richtungsweisenden US-Frühindikatoren. Um 17 Uhr veröffentlicht dann noch das Energieministerium EIA den wöchentlichen Ölbericht.

Quartalszahlen

Hierzulande setzt sich die Berichtssaison fort mit Zahlen von Fresenius +0,79% und dessen Tochter Fresenius Medical Care (FMC) +0,64% aus dem Dax. Ein Händler sagte, der Ausblick des Medizinkonzerns sei enttäuschend. Bei FMC habe das Zahlenwerk ein gemischtes Bild gezeigt. Positiv sei aber der hohe operative Mittelzufluss des Dialyseanbieters. Auf der Handelsplattform Tradegate rückten FMC um 1,4 Prozent zum Xetra-Schluss vor. Die Analysten von JPMorgan und Goldman Sachs blieben bei ihrem positiven Anlagevotum für FMC. Fresenius notierten vorbörslich auf Tradegate moderat höher.

MTU +0,84% sackten nach Zahlen auf Tradegate um rund vier Prozent ab. Zwar will der Triebwerkshersteller die Dividende deutlich anheben, doch die weiteren Prognosen reichten wohl nicht aus für zusätzlichen Kurszuwachs, hieß es aus dem Handel. MTU bestätigte die Prognose für das bereinigte operative Ergebnis (Ebit) 2020. Seit ihrem Rekordhoch von Ende Januar tun sich die Aktien des DAX-Konzerns schwer.

Im Blick mit Geschäftszahlen stehen zudem einige Unternehmen aus den hinteren HDAX-Reihen, etwa der Schmierstoffhersteller Fuchs Petrolub -0,12% oder der Vakuumpumpen-Hersteller Pfeifffer Vacuum +0,16%.

Unternehmens-News

Die französische Großbank Societe Generale (SocGen) hat die Einstufung für SAP +0,66% auf "Buy" mit einem Kursziel von 131 Euro belassen. Lieferketten-Lösungen seien für den Softwarekonzern ein größerer strategischer Treiber als von vielen gedacht, schrieb Analyst Richard Nguyen in einer aktuellen Studie. Die Bewertung der Aktien sei zwar hoch im eigenen historischen Vergleich, ein Abschlag im Vergleich zu anderen Sektorwerten halte er aber für unberechtigt. Er zieht die SAP-Aktie jenen der Konkurrenten von Oracle und Salesforce vor.

Die Schweizer Bank Credit Suisse hat die Einstufung für die Aktien des Mobilfunkers Telefonica Deutschland -0,17% nach Zahlen auf "Neutral" mit einem Kursziel von 2,70 Euro belassen. Analyst Jakob Bluestone ließ seine Schätzungen in einer Studie unverändert. Entscheidend für die Kursentwicklung sei die Beziehung zu Drillisch.

Der Fußball-Bundesligist Borussia Dortmund -0,97% bekommt ab der kommenden Saison zwei Trikotsponsoren. Das teilte der im SDax notierte Fußballverein am Donnerstag mit. Demnach wird das Telekommunikations-Unternehmen 1&1 Drillisch -1,68%, der zum United-Internet-Konzern +0,45% gehört, künftig in der Bundesliga auf den Trikots zu sehen sein.

EU-Gipfel zum Haushalt

Äußerst schwierige Verhandlungen stehen Europas Staats- und Regierungschefs bei ihrem Sondergipfel bevor, der an diesem Donnerstag in Brüssel beginnt. Es geht um den milliardenschweren Haushaltsplan der EU für die nächsten sieben Jahre. Die Vorstellungen von Bundeskanzlerin Angela Merkel und ihren Amtskollegen lagen vor dem Treffen sehr weit auseinander. Das gilt sowohl für das Volumen des Budgets wie für seine Verwendung. (Mit Material von dpa-AFX)

Schlagworte:
, , , , , , ,
Werbung

Das könnte Sie auch interessieren

News-Suche

Suchbegriff:

Aktuelle Videos

HSBC Trading TV

Werbung

Trading-Tipp

Börsen & Märkte

US-Marktüberblick

zur Mediathek
Werbung

Werbung
Diese Seite empfehlenschliessen
Interessant, oder?
Teilen Sie diese Seite auf Facebook oder Twitter
Wenn Sie auf die Teilen-Buttons klicken und sich bei den Betreibern einloggen, werden Daten an den jeweiligen Betreiber übermittelt. Bitte beachten Sie die Datenschutzerklärung.
Aktuelle Umfrageschliessen
Wie, glauben Sie, wird der DAX am Ende dieser Woche - KW 15 - stehen?
Jetzt abstimmen!
Alle Umfragen ansehen