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7 Themen, die am Donnerstag für DAX-Anleger wichtig sind

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 4 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Die Furcht vor den Folgen des Coronavirus hat die Börsen weiter fest im Griff. Am deutschen Aktienmarkt deuten sich am Donnerstag nach einer kleinen Verschnaufpause am Mittwoch erneut hohe Verluste an. Vor Xetra-Handelsstart wurde der DAX bei 12.498 Punkten taxiert und damit 2,4 Prozent tiefer als am Mittwoch zum Xetra-Schluss. Damit steht der Börse der vierte Handelstag mit Verlusten bevor.

Grund für die deutlichen Verluste ist die rasante Ausbreitung des neuartigen Coronavirus. In der Nacht auf Donnerstag geriet der Aktienmarkt erneut stärker unter Druck, da es US-Präsident Donald Trump in einer Rede nach Einschätzung von Händlern nicht gelungen ist, die Märkte zu beruhigen. Er schloss weitere Reiseeinschränkungen wegen des Virus nicht aus. Derzeit dürfen Ausländer, die in den vergangenen 14 Tagen in China waren, nicht in die USA einreisen. - Folgende Themen dürften heute Einfluss auf die Kurse nehmen.

Coronavirus

Die Zahl der Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus ist in China erneut um 433 gestiegen. Weitere 29 Menschen starben an der Lungenkrankheit, wie die Gesundheitskommission am Donnerstag in Peking berichtete. Damit sind bereits 2744 Tote in Festlandchina zu beklagen. Die Zahl der offiziell nachgewiesenen Ansteckungen kletterte weiter auf 78.497. Die meisten neuen Infektionen und Todesfälle wurden wieder aus der schwer betroffenen Provinz Hubei gemeldet.

Seit einer neuerlichen Änderung der Zählweise vergangene Woche hat sich der täglich berichtete Anstieg der Lungenkrankheit Covid-19 und der Todesfälle in der offiziellen Statistik Chinas deutlich reduziert. Auch werden weniger Fälle außerhalb der Provinz Hubei gemeldet. Außerhalb von Festlandchina wurden inzwischen aus mehr als 40 Ländern und Regionen mehr als 3.300 Infektionen und mehr als 50 Tote gemeldet, wie aus einer Aufstellung des chinesischen Internetunternehmens Tencent hervorging.

Die Epidemie mit dem neuartigen Coronavirus in China wird nach Darstellung des Chefs der Expertenkommission der chinesischen Regierung, Zhong Nanshan, noch länger andauern. "Wir sind zuversichtlich, dass es Ende April im Wesentlichen unter Kontrolle sein wird", sagte der Professor in der südchinesischen Stadt Guangzhou.

In Deutschland ist die Zahl der Infizierten auf 27 gestiegen. Darin enthalten sind auch die 16 mittlerweile gesundeten Patienten aus dem bayerischen Landkreis Starnberg. 

Vorgaben aus den USA

Die Anleger an den US-Börsen sind am Mittwoch angesichts der immer noch unklaren Auswirkungen des Coronavirus zwischen Sorgen und Optimismus hin- und hergerissen worden. Erholungsversuche wurden im Handelsverlauf immer wieder abgebrochen und zahlreiche neue Nachrichten zum Stand der Epidemie an der Wall Street verarbeitet. Der Dow Jones Industrial -1,69% beendete den Handel letztlich mit 0,5 Prozent im Minus bei 26.957 Punkten und damit erstmals wieder seit Oktober unter der Marke von 27.000 Punkten. In den nunmehr fünf vergangenen Handelstagen hat der US-Leitindex damit rund acht Prozent eingebüßt und ist dabei vor allem am Montag und Dienstag steil auf Talfahrt gegangen.

Handel in Fernost

Die Furcht vor den Folgen der Ausbreitung von Covid-19 drückt weiter auf die Stimmung am japanischen Aktienmarkt. Der japanische Leitindex Nikkei 225 +0,01% schloss am Donnerstag mit einem Minus von 2,1 Prozent auf 21.948 Zähler. Rund um den Globus befürchten Investoren einen Wirtschaftsknick angesichts zahlreicher vorübergehend geschlossener Fabriken in China sowie wegen teils umfangreicher Reisebeschränkungen. Für den Hang Seng -0,44% in Hongkong ging es um mehr als ein halbes Prozent abwärts. Die Börsen Festlandchinas trotzen derweil den Virussorgen: Der CSI-300-Index mit den 300 wichtigsten Aktien an den chinesischen Festlandbörsen stieg gegen den globalen Trend um rund ein halbes Prozent.

Quartalszahlen

Ob sich einzelne Aktien dem allgemeinen Abwärtsstrudel entgegenstemmen können, bleibt abzuwarten. Geschäftszahlen haben am Morgen unter anderem Bayer +1,11%, der Online-Modehändler Zalando -0,47%, der LED-Spezialist Aixtron -2,14% und der Anlagenbauer Dürr +0,11% veröffentlicht. Die Aktien der vier Unternehmen büßten vorbörslich zwischen 2 und fast 5 Prozent ein.

Bayer hat dank Wachstums im Pharma-Bereich die Erwartungen erreicht. Der Konzernumsatz schnellte um 18,5 Prozent auf 43,5 Milliarden Euro nach oben, wie die Leverkusener am Donnerstag mitteilten.

Zalando-Aktien litten vor allem unter einem vorsichten Ausblick. Dieser beziehe offenbar die Folgen des Coronavirus noch nicht ein und sei daher wenig hilfreich, hieß es am Markt.

Im Laufe des Tages legen unter anderem noch folgende Unternehmen Quartalszahlen vor: Anheuser-Busch InBev, Aston Martin, Beyond Meat, Carrefour, Dassault Aviation, Dell, LafargeHolcim, Lagadere, Safran, Saint-Gobain und TAG Immobilien.

Unternehmens-News

Papiere des Zahlungsdienstleisters Wirecard +0,16% verloren mehr als vier Prozent, nachdem der Kontrahent Adyen -4,23% Zahlen vorgelegt hatte, die unter den Erwartungen ausgefallen waren.

Konjunkturdaten

Um 11 Uhr stehen Zahlen zum Wirtschaftsvertrauen sowie dem Konjunkturklima in der Eurozone zur Veröffentlichung an. Um 14.30 Uhr folgen zahlreiche US-Daten: Bekannt gegeben werden die BIP-Daten für das vierte Quartal, der private Konsum, der Auftragseingang langlebiger Güter sowie die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe. Um 16 Uhr folgen die schwebenden Hausverkäufe.

Verhandlungen EU mit Großbritannien

Wenn die britische Regierung heute ihr Verhandlungsmandat für die Gespräche über die künftige Beziehung zur Europäischen Union vorstellt, wird mit reichlich Zündstoff gerechnet. (Mit Material von dpa-AFX)

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