DAX®12.543,06-0,12%TecDAX®3.052,11-0,33%Dow Jones 3028.363,66+0,54%Nasdaq 10011.662,91-0,02%
finanztreff.de

7 Themen, die am Mittwoch für DAX-Anleger wichtig sind

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 5 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Der Dax -0,12% dürfte am Mittwoch am Stichtag für das US-chinesische Teilabkommen mit leichten Verlusten in den Handel starten. Der Broker IG taxierte den deutschen Leitindex rund zwei Stunden vor dem Handelsstart mit 13 420 Punkten knapp 0,3 Prozent unter dem Vortagesschluss. Damit würde der deutsche Leitindex weiter in Schlagdistanz zum Rekordhoch von knapp 13.600 Zählern bleiben.

Folgende Themen könnten heute im Tagesverlauf Einfluss auf die Kurse nehmen.

Handelsabkommen wird besiegelt

Fast zwei Jahre nach Beginn des Handelskriegs zwischen den USA und China wollen die beiden Länder ein erstes Handelsabkommen besiegeln. Obwohl es sich dabei nur um ein Teilabkommen handelt, entspricht es im Handelskonflikt der zwei größten Volkswirtschaften wohl einem Waffenstillstand: Beide Seiten machen Zugeständnisse und wollen bis auf Weiteres keine neuen Strafzölle mehr verhängen.

Für einen Stimmungsdämpfer sorgt nun aber die Meldung, dass die Zölle für in die USA exportierte Waren aus China Kreisen zufolge zunächst nicht gestrichen werden. Dies hatte zuvor schon dafür gesorgt, dass sich an der Wall Street nach der jüngsten Rekordhatz etwas Ernüchterung breit machte.

"Der Phase-1-Handelsdeal ist nur ein Mini-Schritt", kommentierte zudem Marktexperte Thomas Altmann vom Vermögensverwalter QC Partners. "Die Anleger werden langsam etwas vorsichtiger, die Grundstimmung bleibt jedoch optimistisch."

Vorgaben aus den USA

An der Wall Street hat sich nach der jüngsten Rekordhatz etwas Ernüchterung breitgemacht. Die wichtigsten Aktienindizes hatten zwar am Dienstag mit Mühe Bestmarken erreicht, verloren aber schnell wieder an Schwung und drehten teilweise leicht ins Minus. Der Leitindex Dow Jones Industrial +0,54% schloss 0,1 Prozent höher bei 28.939 Punkten. Für den marktbreiten S&P 500 +0,56% ging es um 0,2 Prozent auf 3.283 Punkte nach unten.

Handel in Fernost

Die Euphoriewelle an den Börsen Asiens wegen des Phase-1-Handelsabkommens zwischen den USA und China ist am Mittwoch ein wenig abgeebbt. Für einen Stimmungsdämpfer sorgte ein Medienbericht, demzufolge die Zölle für in die USA exportierte Waren aus China Kreisen zufolge trotz der für Mittwoch geplanten Unterzeichnung einer ersten Handelsvereinbarung zunächst nicht gestrichen werden. Das erinnerte viele Investoren daran, dass trotz des Teilabkommens, der Handelsstreit noch lange nicht beigelegt ist. Der japanische Leitindex Nikkei +0,17% fiel bis zum Handelsschluss um ein halbes Prozent auf 23.916 Punkte. Der CSI-300-Index mit den 300 wichtigsten Aktien an den chinesischen Festlandbörsen notierte kurz vor Handelsende ebenso wie der Hang Seng +0,10% in Hongkong mehr als ein halbes Prozent im Minus.

Konjunkturdaten

Der Export schwächelt und die Industrie steckt in der Flaute: Internationale Handelskonflikte und die Abkühlung der Weltwirtschaft haben 2019 die deutsche Konjunktur ausgebremst. Ökonomen und die Bundesregierung gehen von einem Wachstum des Bruttoinlandsproduktes (BIP) von nur etwa 0,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr aus - nach 1,5 Prozent 2018. Erste Daten gibt das Statistische Bundesamt um 10 Uhr bekannt. Trotz der Flaute dürften Bund, Länder, Gemeinden und Sozialversicherungen unter dem Strich erneut mehr Geld eingenommen als ausgegeben haben.

Um 11 Uhr werden für die Eurozone die Daten zur Handelsbilanz und zur Industrieproduktion im November veröffentlicht. Erwartet werden auch die viel beachteten Wirtschaftszahlen aus den USA. Die Erzeugerpreise sowie der Empire State Index laufen um 14.30 Uhr über die Ticker. Am Ölmarkt schauen Investoren um 16.30 Uhr auf den wöchentlichen Bericht des Energieministeriums. Zudem wird die Konjunktureinschätzung der US-Notenbank erwartet (20 Uhr). Bilanzen melden unter anderem Goldman Sachs und Alcoa.

Unternehmens-News

Investoren richten derweil ihre Augen zur Wochenmitte weiterhin in die USA, wo die Berichtssaison weiter anläuft. Erste Großbanken hinterließen diesbezüglich am Dienstag zumindest eine positive Duftmarke. Am Mittwoch folgen nun Goldman Sachs -3,05% und die Bank of America +1,82%.

Mit Umsatzzahlen im Blick steht am Mittwoch der Handelskonzern Metro -0,09%, dessen Papiere vorbörslich auf Tradegate um 0,4 Prozent vorrückten. Der Windanlagen-Bauer Nordex -1,74% gab die Auftragseingänge für 2019 bekannt, die laut Händlern keinen Anlass für Aktienkäufe lieferten. Vorbörslich ging es um 1,5 Prozent auf Tradegate abwärts.

Auch Umstufungen bewegten einige Werte. Die Schweizer Bank Credit Suisse hat das Kursziel für Henkel +0,22% vor den am 5. März erwarteten Jahreszahlen von 85 auf 88 Euro angehoben und die Einstufung auf "Neutral" belassen. Er habe seine Ergebnisschätzungen 2020 für den Konsumgüterhersteller leicht nach oben angepasst, schrieb Analyst Alan Erskine in einer aktuellen Studie. Die Henkel-Aktie zeigte sich indes vorbörslich wenig bewegt.

 Die Anteile des Scheinwerfer-Herstellers Hella +2,13% sackten um zwei Prozent ab, nachdem sie Mainfirst auf "Hold" abgestuft hatte. Pfeiffer Vacuum -0,23% verloren 2,2 Prozent nach einer Abstufung durch das Bankhaus Lampe.

Fraport-Aktien +2,91% fielen nach Verkehrszahlen des Flughafenbetreibers und einem negativen Analysten-Kommentar des Bankhauses Metzler vorbörslich um rund zweieinhalb Prozent.

Kohle-Gipfel im Kanzleramt

Vor dem Spitzentreffen im Kanzleramt zum Gesamtpaket für den Kohleausstieg haben mehrere Ministerpräsidenten Sicherheit für ihre betroffenen Regionen gefordert. Brandenburgs Regierungschef Dietmar Woidke (SPD) forderte die Bundesregierung zu einer möglichst schnellen Lösung mit verlässlichen Beschlüssen auf. "Unsicherheit ist das Schlimmste, was uns passieren kann", sagte Woidke der Deutschen Presse-Agentur.

Beginn Amtsenthebungsverfahren gegen Donald Trump

Der Beginn des Amtsenthebungsverfahrens gegen US-Präsident Donald Trump steht unmittelbar bevor: Die Demokraten im Repräsentantenhaus wollen an diesem Mittwoch die Übermittlung der Anklagepunkte an den Senat beschließen. Außerdem wollen sie festlegen, welche Abgeordneten die Anklage des Repräsentantenhauses in der anderen Parlamentskammer vertreten. Beide Schritte sind Voraussetzung für den formellen Start des Impeachment-Verfahrens im Senat, mit dem der Mehrheitsführer der Republikaner in der Kammer, Mitch McConnell, in dieser Woche rechnet.   (mmr mit Material von dpa-AFX)

Schlagworte:
, , , , , ,
Werbung

Das könnte Sie auch interessieren

News-Suche

Suchbegriff:

Aktuelle Videos

HSBC Trading TV

Werbung

Trading-Tipp

Börsen & Märkte

US-Marktüberblick

zur Mediathek
Werbung

Werbung
Diese Seite empfehlenschliessen
Interessant, oder?
Teilen Sie diese Seite auf Facebook oder Twitter
Wenn Sie auf die Teilen-Buttons klicken und sich bei den Betreibern einloggen, werden Daten an den jeweiligen Betreiber übermittelt. Bitte beachten Sie die Datenschutzerklärung.
Aktuelle Umfrageschliessen
Volkswirte gehen davon aus, dass die Inflation in Deutschland im nächsten Jahr wieder anzieht, wenn der Sondereffekt der Mehrwertsteuersenkung ausläuft. Glauben Sie das auch?
Jetzt abstimmen!
Alle Umfragen ansehen