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7 Themen, die am Montag für Anleger wichtig sind

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 4 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Die Anleger am deutschen Aktienmarkt dürften zum Wochenbeginn zunächst Vorsicht walten lassen und die weitere Entwicklung im Handelskonflikt abwarten. Vor Xetra-Handelsbeginn am Montag signalisierte der X-Dax als außerbörslicher Indikator für den hiesigen Leitindex DAX +2,79% ein Minus von 0,3 Prozent auf 13.180 Punkte.

Damit würde der DAX - nach dem Verlaufs-Hoch am Donnerstag bei 13.300 Punkten - die Konsolidierung auf hohem Niveau fortsetzen. Die allgemein positive Stimmung sollte sich aber fortsetzen, erwarteten mehrere Experten im Wochenausblick. – Folgende Faktoren dürften die Aktienkurse heute beeinflussen.

Vorgaben aus den USA

Die Begeisterung über mögliche Fortschritte im Handelszwist zwischen den USA und China hat vor dem Wochenende nachgelassen. Denn US-Präsident Donald Trump selbst erwies sich am Freitag als Spaßbremse: Es gebe keine Einigung, im Rahmen des geplanten Teilabkommens mit China bereits bestehende Strafzölle aufzuheben, sagte Trump. Damit dämpfte er die Euphorie, die den Dow am Donnerstag noch auf ein Rekordhoch hatte steigen lassen. Der Dow Jones -0,12% blieb am Freitag unter seinem tags zuvor erreichten Allzeithoch. Der marktbreite S&P 500 +0,05% legte hingegen um 0,3 Prozent auf 3.093 Punkte zu.

Handelsstreit USA vs. China

US-Präsident Donald Trump beklagte sich über die Geschwindigkeit der Handelsgespräche mit China. Die Gespräche gingen voran, aber langsam, "viel zu langsam für mich", sagte Trump. Er betonte erneut, dass vor allem China Interesse an einem Abkommen habe. "Wenn es kein großartiger Deal ist, werde ich ihn nicht machen", sagte der US-Präsident.

Vorgaben aus Fernost

In Asien standen die Börsenampeln daraufhin auf rot, vor allem in Shanghai und Hongkong gerieten die Aktienkurse unter Druck. Bei den Anti-Regierungsprotesten in der chinesischen Sonderverwaltungszone war zudem erneut ein Demonstrant von einem Polizisten angeschossen worden. Hongkongs Hang Seng verlor zur Stunde 2,7 Prozent, Chinas CSI 300 gab 1,5 Prozent ab. Japans Nikkei 225 +2,01% schloss 0,3 Prozent tiefer bei 23.331 Punkten.

Grundrente-Kompromiss

Hierzulande sorgen die Details zum Durchbruch bei der Grundrente für zusätzliche Verunsicherung. Hunderttausende Bezieher kleiner Renten sollen zwar ab 2021 eine Grundrente bekommen. Finanziert werden soll dies aber ausschließlich aus Steuermitteln - etwa durch die geplante Finanztransaktionssteuer. Diese Börsensteuer ist seit Jahren hoch umstritten.

Quartalszahlen

Derweil geht die Berichtssaison der Unternehmen in eine neue Runde. Der Versicherungskonzern Talanx +4,39% etwa will nach einem Sondergewinn 2019 beim Überschuss auch im kommenden Jahr die Marke von 900 Millionen Euro übertreffen. Analysten hatten jedoch im Schnitt mehr als einer Milliarde Euro erwartet. Die Aktien fielen auf der Handelsplattform Tradegate um knapp zwei Prozent.

Die Aktien des seit kurzem an der Börse notierten Softwarekonzerns TeamViewer -7,71% stiegen auf Tradegate um gut 3,5 Prozent und profitierten damit von überraschend guten Quartalszahlen. Teamviewer hatte im September mit einem Emissionsvolumen von gut 2,2 Milliarden Euro den größten deutschen Tech-Börsengang seit dem Platzen der Dot-Com-Blase hingelegt.

Unter anderem auch folgende Unternehmen legen heute ihre Quartalszahlen vor: Deutsche Pfandbriefbank, LPKF Laser und QSC.

Unternehmens-News

Um mehr als vier Prozent wiederum sackten auf Tradegate die Anteilsscheine von Borussia Dortmund (BVB) +2,63% ab. Der FC Bayern unter Interims-Coach Hansi Flick hatte am Samstag das Spitzenspiel der Fußball-Bundesliga gegen die Westfalen eindrucksvoll dominiert und den BVB mit 4:0 besiegt.

Angesichts einer wieder zunehmenden Unsicherheit im Handelsstreit zwischen den USA und China haben sich Anleger im vorbörslichen Handel insbesondere bei Autoaktien und Zulieferern zurückgehalten. Die Kurse von Infineon +3,74%, Continental +3,76%, Daimler +2,74%, BMW +0,73% und VW +0,89% gaben zwischen 0,5 Prozent und 0,9 Prozent nach im Vergleich zu den jeweiligen Xetra-Schlusskursen am Freitag.

In dieser Woche steht in Washington die Entscheidung an, ob die von den USA seit Monaten angedrohten Strafzölle auf EU-Autoimporte tatsächlich erhoben werden. Der scheidende EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker gab sich jüngst gelassen. Er nannte sich einen "vollinformierten Mann", als er sagte: "Er (der US-Präsident) wird es nicht machen."

Konjunkturdaten

Die Aussichten für die Weltwirtschaft trüben sich weiter ein. Wie das Münchner Ifo-Institut am Morgen mitteilte, sinkt das von ihm erhobene Weltwirtschaftsklima im vierten Quartal von minus 10,1 auf minus 18,8 Punkte. Das ist der tiefste Stand seit dem Frühjahr 2009. Sowohl die Lagebeurteilung als auch die Erwartungen gaben deutlich nach.

"Die Weltkonjunktur kühlt sich weiter ab", kommentierte Ifo-Präsident Clemens Fuest die Umfrage. Das Wirtschaftsklima verschlechtere sich in nahezu allen betrachteten Regionen. "In den Schwellenländern kommt die Abwärtsbewegung im Wesentlichen aus Asien, in den fortgeschrittenen Volkswirtschaften hauptsächlich aus den USA."

Wichtige Konjunkturdaten stehen zum Wochenauftakt ansonsten nicht an. An der Wall Street bleibt heute zudem der Anleihemarkt geschlossen. (Mit Material von dpa-AFX)

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