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7 Themen, die am Montag für DAX-Anleger wichtig sind

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 5 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Hohe Kursgewinne in China dürften zum Beginn der neuen Börsenwoche auch deutsche Aktien weiter anschieben. Dem Dax winkt ein weiteres Rekordhoch.

So steigt der DAX -0,47% um 0,20 Prozent auf 13.768 Punkte an, womit das Barometer allmählich Kurs nimmt auf die runde Marke von 14 000 Zähler.

"Dass in einem solchen Umfeld Rekordstände an den internationalen Börsenplätzen erzielt wurden, eröffnet Potenzial für Korrekturen", glauben derweil die Experten der Helaba. Anleger sollten deshalb auf die in dieser Woche anstehenden Stimmungsindikatoren achten wie die ZEW-Umfrage, die Einkaufsmanager-Indizes aus der Eurozone und erste regionale Industrieumfragen in den USA.

Coronavirus – Zahl der Infektionen übersteigt 70.000

Die Zahl der Infektionen mit dem neuen Coronavirus hat in China 70.000 überstiegen. Mit 105 neuen Todesfällen innerhalb eines Tages sind bis Montag 1.770 Todesfälle zu beklagen, wie die Gesundheitskommission in Peking mitteilte. Die nachgewiesenen Ansteckungen nahmen um 2.048 zu und erreichten 70.548.

Besonders schwer ist in Zentralchina die 60 Millionen Einwohner zählende Provinz Hubei mit der Metropole Wuhan betroffen. In der weitgehend abgeschotteten Krisenregion sind allein rund 58.000 Infektionen und 1.696 Todesfälle durch das Sars-CoV-2 genannte Virus bestätigt. Experten befürchten auch eine hohe Dunkelziffer.

Vorgaben aus Asien

Die Börsen in Festlandchina haben ihre jüngste Erholung schwungvoll fortgesetzt. Die Leitindizes stiegen am Montag auf das höchste Niveau seit mehr als zwei Wochen – trotz des sich ausbreitenden Coronavirus. So schloss der CSI-300-Index mit den 300 wichtigsten Aktien an den chinesischen Festlandbörse 2,25 Prozent höher. Der Hang Seng -0,44% in Hongkong rückte zuletzt um 0,5 Prozent vor.

Die chinesische Notenbank geht zudem weiter gegen die wirtschaftlichen Folgen der Coronavirus-Krise vor. Dazu gab sie am Montag neues Zentralbankgeld zu einem niedrigeren Zinssatz an die Banken aus. Wie die Notenbank in Peking mitteilte, wurden Kredite für 200 Milliarden mit einer Laufzeit von einem Jahr an die Geldhäuser ausgereicht. Der Zins wurde um 0,1 Prozentpunkte auf 3,15 Prozent gesenkt. Darüber hinaus vergab die Notenbank Liquidität für sieben Tage über 100 Milliarden Yuan.

Der japanische Leitindex Nikkei 225 schloss zum Wochenstart indes 0,69 Prozent tiefer mit 23.523,24 Punkten. Die Wirtschaft des Landes war zum Jahresende vor allem wegen der Erhöhung der Mehrwertsteuer stärker geschrumpft als ohnehin befürchtet. Auf das Jahr hochgerechnet sei das Bruttoinlandsprodukt (BIP) in den drei Monaten bis Ende Dezember im Vergleich zum Vorquartal um 6,3 Prozent gefallen, teilte die Regierung am Montag in Tokio mit. Experten hatten mit einem Rückgang um lediglich knapp vier Prozent gerechnet.

Neben der Folgen, der seit dem 1. Oktober höheren Mehrwertsteuer, machten der japanischen Wirtschaft die zuletzt wieder schwächere Nachfrage aus dem Ausland und die Folgen von unwetterbedingten Produktionsunterbrechungen zu schaffen.

Vorgaben aus den USA

Die Coronavirus-Epidemie hat die Anleger an der Wall Street auch am Freitag nicht beunruhigt. Die wichtigsten Aktienindizes schlossen überwiegend moderat im Plus und bewegten sich damit weiter in der Nähe ihrer Höchststände.

Der US-Leitindex Dow Jones Industrial -1,69% ging 0,09 Prozent tiefer bei 29.398,08 Punkten ins Wochenende. Auf Wochensicht bedeutet dies ein Plus von 1,02 Prozent. Der marktbreite S&P 500 ±0,00% legte am Freitag um 0,18 Prozent auf 3.380,16 Punkte zu. Für den Technologie-Index Nasdaq 100 -1,41% ging es um 0,29 Prozent auf 9.623,58 Punkte nach oben.

Am Montag bleibt die Börse wegen eines Feiertags (Washington’s Birthday) geschlossen.

Euro erholt sich etwas

Der Euro hat sich am Montag etwas von seinen Kursverlusten in den vergangenen Wochen erholt. Am Morgen kostete die Gemeinschaftswährung 1,0840 US-Dollar und damit etwas mehr als am Freitag. Zuletzt war der Euro zum Dollar auf einen dreijährigen Tiefstand bei etwas mehr als 1,08 Dollar gefallen.

Am Montag stehen nur wenige absehbare Ereignisse an, die den Handel zwischen Euro und Dollar bewegen könnten. Weder in Europa noch in den USA werden nennenswerte Konjunkturdaten veröffentlicht. An hochrangigen Notenbankern tritt der Chefökonom der EZB, der Ire Philip Lane, in Erscheinung.

Wirecard: Unsicherheiten belasten

Die Aktien von Wirecard +0,16% haben am Montag im vorbörslichen Handel die Verluste vom Freitag ausgeweitet. Sie verloren 1,5 Prozent auf 136 Euro. Händler begründeten das Minus mit einem Medienbericht, dem zufolge der Zahlungsdienstleister eine erste Anhörung im Verfahren gegen die Wirtschaftszeitung "Financial Times" vor dem Landgericht München abgesagt haben soll.

Damit könne die Unsicherheit am Markt hinsichtlich des Verfahrens wieder zunehmen, sagte ein Börsianer, zumal über die Gründe des Rückziehers von Wirecard nichts bekannt sei. Dass sich beide Seiten in dem Verfahren gütlich einigen könnten, sei sehr unwahrscheinlich. Eher könne Wirecard die Bilanzprüfung durch die Wirtschaftsprüfer von KPMG abwarten, um diesen Bericht im Verfahren zu nutzen.

Bayer und BASF belastet Millionenstrafe

Eine Millionenstrafe in den USA hat am Montag im vorbörslichen Handel die Aktien von Bayer +1,11% und BASF +0,80% belastet. Bayer gaben um 3,1 Prozent nach und BASF um 0,7 Prozent, jeweils im Vergleich zum Xetra-Schluss am Freitag.

Eine US-Jury hat die beiden Konzerne im Rechtsstreit um den Unkrautvernichter Dicamba zu einer Zahlung von insgesamt 265 Millionen US-Dollar an einen Pfirsichbauern aus Missouri verurteilt. Dicamba wurde von Monsanto entwickelt.

"Damit könnte die Übernahme von Monsanto für Bayer noch schmerzvoller werden", sagte ein Händler. Daher dürfte die Nachricht wohl vor allem die Bayer-Aktie treffen. Die Leverkusener sehen sich wegen angeblicher Krebsrisiken von Monsantos Unkrautvernichter Glyphosat bereits tausenden Klagen in den USA ausgesetzt.

T-Mobile-Fusion nimmt weitere Hürde

Die Fusion zwischen T-Mobile US +4,89% und Sprint +18,78% hat eine weitere Hürde genommen. So wird der Staat New York eine Berufung gegen den Zusammenschluss nicht weiterverfolgen. Stattdessen wollen alle Parteien daran arbeiten, für die Kunden den bestmöglichen Service sowie Preis sicherzustellen und in New York "gut bezahlte Jobs" zu schaffen.

Die amerikanische Telekom-Tochter T-Mobile hatte sich in der vergangenen Woche im wichtigen US-Kartellrechtsprozess durchgesetzt.

Mit Material von dpaAFX.
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