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Aareal Bank mit überraschenden Verlusten

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 2 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Die Aareal Bank schließt das Jahr 2020 wegen Corona-Lockdowns in vielen Ländern überraschend mit roten Zahlen ab. Erwartet wird aufgrund höherer Rückstellungen für mögliche Kreditausfälle ein negatives Betriebsergebnis in zweistelliger Millionenhöhe.

Erst Mitte November hatte der Vorstand seine Ziele für 2020 gekappt, aber noch einen Betriebsgewinn im mittleren zweistelligen Millionenbereich in Aussicht gestellt. Im Lockdown stehen viele Kreditnehmer aus Hotellerie, Gastronomie und Einzelhandel jedoch stark unter Druck.

"Wir haken das Pandemie-Jahr 2020 mit einer umfassenden Vorsorgemaßnahme für Covid-19-bedingte Risiken ab", sagte Finanzvorstand Marc Heß. Für das laufende Jahr erwarte die Aareal Bank ein "deutlich positives Betriebsergebnis".

Dividende dennoch möglich

Ihren Aktionären will die Aareal Bank für 2020 trotz des Jahresverlusts eine Dividende von 1,50 Euro zahlen. Dies steht allerdings unter dem Vorbehalt, dass die Aufsichtsbehörden dies erlauben. Für 2019 waren die Aareal-Aktionäre leer ausgegangen, nachdem die Europäische Zentralbank zu einem Dividendenstopp aufgerufen hatten.

Ausblick auf GEwinne

Unterdessen schürt Finanzchef Heß die Hoffnung, dass der Immobilienfinanzierer in den kommenden Jahren wieder deutliche Gewinne einfährt. So wolle die Bank im Jahr 2023 ein Konzernbetriebsergebnis in der Größenordnung von 300 Millionen Euro erwirtschaften.

Als Voraussetzung nennt der Vorstand jedoch, dass die Corona-Pandemie bis dahin vollständig überwunden ist. Die Bank wolle ihre Strategie an verschiedenen Stellen nachschärfen. "So wird es uns gelingen, ein Ergebnis in einer Größenordnung zu erreichen, das sogar über dem Vorkrisenniveau liegt." So soll die Rendite auf das Eigenkapital rund acht Prozent erreichen.

Der Vorstand will das Geschäft mit strukturierten Immobilienfinanzierungen ausweiten und Ende 2022 ein Kreditportfolio von rund 30 Milliarden Euro erreichen. Zudem will er die Strukturen bei Kapital und Geldbeschaffung verbessern, das Provisionsgeschäft stärken und die Kosten im Kerngeschäft senken.

Das macht die Aktie der Aareal Bank

Die Nachrichten vom Sonntagabend bringen die Aktien der Aareal Bank -2,97% im vorbörslichen Handel massiv unter Druck. Die MDAX-Papiere fallen auf Tradegate rund vier Prozent auf 19,29 Euro.

Mit Material von dpaAFX.
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