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Adidas – Darum ist die Aktie am DAX-Ende

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 3 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Der Sportartikelkonzern Adidas rechnet 2020 mit weiter steigenden Gewinnen – allerdings steht die Prognose unter Vorbehalt. Denn mögliche Auswirkungen des neuartigen Coronavirus sind noch nicht enthalten. Das verunsichert die Anleger, welche die Adidas-Aktie ans DAX-Ende schicken.

Die Folgen für das Geschäft ließen sich derzeit nicht zuverlässig beziffern, teilte Adidas am Mittwoch mit. In China dürfte die Krise bei dem DAX-Konzern allein im ersten Quartal zu Umsatzeinbußen von bis zu einer Milliarde Euro führen.

Belastungen in China

China ist einer der wichtigsten und lukrativsten Märkte von Adidas. Das Geschäft in dem Land sei zwischen Ende Januar und Ende Februar eingebrochen, erklärte der Konzern. Der Hersteller hatte zahlreiche Läden schließen müssen. In den übrigen offenen Geschäften waren deutlich weniger Kunden. Im Februar habe Adidas daher alle Lieferungen nach China gestoppt, hieß es.

Seit Ende Februar verzeichne das Unternehmen eine leichte Erholung, da Läden und Lagerhäuser langsam wieder öffneten. Auch die Produktion laufe in China zum Großteil wieder. Für das erste Quartal erwartet der Sportartikelkonzern in China dennoch einen um bis zu einer Milliarde niedrigeren Umsatz im Vergleich zum Vorjahr – das Betriebsergebnis dürfte um 400 bis 500 Millionen Euro schwächer ausfallen.

Die Entwicklung in Japan und Südkorea wurde ebenfalls belastet. Auswirkungen auf Europa nannte das Unternehmen bislang nicht. Derzeit gebe es noch keine "signifikanten" Auswirkungen, sagte eine Konzernsprecherin. So ist derzeit in Italien nahezu abgeriegelt, und es ist noch nicht endgültig klar, ob sportliche Großereignisse stattfinden.

Prognose solide – aber ohne Corona-Auswirkungen

Adidas erwartet daher derzeit für 2020 ein Umsatzplus von 6 bis 8 Prozent. Im Vorjahr waren die Erlöse um 6 Prozent auf 23,6 Milliarden Euro gestiegen. Aus dem fortgeführten Geschäft soll ein Gewinn von 2,1 bis 2,16 Milliarden Euro hängen bleiben, dies entspräche einem Plus von 10 bis 13 Prozent verglichen mit 1,92 Milliarden Euro 2019.

Wenn dies gelingt, wäre es das sechste Mal in Folge, dass Adidas seinen Gewinn um einen zweistelligen Prozentsatz steigern konnte, erklärte Konzernchef Kasper Rorsted. 2019 war das Ergebnis im fortgeführten Geschäft um 12 Prozent gewachsen. Adidas will daher seinen Aktionären daher eine um 15 Prozent höhere Dividende von 3,85 Euro je Aktie zahlen.

Das macht die Adidas-Aktie

Dass sich die Belastungen der Virusepidemie für das Geschäft nicht zuverlässig beziffern lassen, sorgte für einen erneuten Abverkauf der Adidas-Aktie +3,97%. Das Papier rauschte zeitweise über neun Prozent nach unten auf das tiefste Niveau seit einem Jahr. Im frühen Handel stabilisierte sich die Adidas-Aktie jedoch und notiert zurzeit nur 3,8 Prozent.

Mit Material von dpaAFX.
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