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Adidas: Was Anleger vor den Zahlen wissen sollten

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 3 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Ladenschließungen, Umsatzeinbußen und Milliardenkredite – Adidas hat es in der Corona-Krise schwer erwischt. Am kommenden Montag (27.4.) wird der Sportartikelhersteller seine Q1-Zahlen vorlegen und einen Blick auf das Ausmaß der Probleme freigeben. Alles was Anleger vorher wissen sollten:

Fast alle Läden dicht

Die Corona-Pandemie hat den Höhenflug von Adidas aus den vergangenen Jahren abrupt gestoppt. Zu Jahresbeginn litt bereits der chinesische Markt massiv – einer der größten und profitabelsten des Sportartikelherstellers. Während China nun jedoch wieder zur Normalität zurückkehrt, steht seit März der Rest der Welt größtenteils still.

Infolge der raschen Ausbreitung des Coronavirus musste Adidas seit Mitte März fast alle eigenen sowie von Partnern betriebenen Läden in Europa, Nordamerika, Lateinamerika, den Schwellenländern, Russland sowie in weiten Teilen der Region Asien-Pazifik vorübergehend schließen. Die stationären Einzelhandelsaktivitäten in diesen Märkten machen den Angaben zufolge rund 60 Prozent des Adidas-Geschäfts aus. Mittlerweile beginnen einige Länder wieder mit vorsichtigen Lockerungen.

Alleine China sorgt für massive Einbußen

Für das erste Quartal erwartete Adidas in China einen um bis zu einer Milliarde niedrigeren Umsatz als im Vorjahr. Das Betriebsergebnis dürfte um 400 bis 500 Millionen Euro schwächer ausfallen. Das Land trug 2019 fast ein Viertel zum Gesamtumsatz von 23,6 Milliarden Euro bei. Mit einem währungsbereinigten Plus von 15 Prozent gehörte es zu den Wachstumstreibern. Die Jahresprognose strich der Sportartikelhersteller daher bereits.

Milliardenkredite aufgenommen, um Liquidität zu sichern

Während das Geschäft brach liegt, laufen jedoch die Kosten weiter. Um die dringend notwendige Liquidität sicherzustellen, bekommt Adidas einen Milliardenkredit durch die staatseigene Förderbank KfW von 2,4 Milliarden Euro, dazu kommen Zusagen von 600 Millionen Euro eines Banken-Konsortiums. Dafür muss Adidas die Dividende aussetzen. Das laufende Aktienrückkaufprogramm wurde gestoppt.

Experten haben Ziele angepasst

Viele Experten haben in den vergangenen Wochen zunächst ihre Ziele für Adidas gekürzt und ihre Einstufungen gesenkt. So rechnen sie mit einem Umsatz- und Ergebniseinbruch zumindest im ersten Halbjahr. Im Mittel ihrer Schätzungen rechnen Analysten im ersten Quartal mit einem Rückgang des Betriebsergebnisses auf 191,8 Millionen Euro. Im Vorjahr hatte Adidas noch 875 Millionen Euro erzielt. Der Umsatz dürfte von 5,9 auf rund 4,7 Milliarden Euro zurückgehen.

Adidas-Aktie bleibt deutlich unter ihren Hochs

Aus Börsensicht lief es zum Jahresbeginn für die Adidas-Aktie hervorragend. In den ersten beiden Wochen des Jahres kletterte der Kurs noch auf ein Rekordhoch von 317,45 Euro. Ende Februar wurde die Aktie jedoch im Sog des sich ausbreitenden Coronavirus in die Tiefe gerissen. In nur drei Wochen brach der Kurs um mehr als 40 Prozent ein.

Seitdem haben Investoren wieder etwas Zutrauen gefasst. Es dürfte vor allem die Eindämmung des Virus im wichtigen Absatzmarkt China gewesen sein, die in den vergangenen Wochen eine Kurserholung zur Folge hatte. Vom Crash-Tief ging es wieder um rund 35 Prozent auf zuletzt etwas über 200 Euro nach oben. Damit beträgt das bisherige Minus im Corona-Crash rund 27 Prozent.

Mit Material von dpaAFX.
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