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Adler Group: Prognose bestätigt, kein Kommentar zu Vorwürfen

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 2 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Der wegen Vorwürfen einer Investorengruppe unter Druck stehende Immobilienkonzern Adler Group sieht sich auf Kurs zu seinen im Sommer angehobenen Jahreszielen. Diesen kam die Gesellschaft nach den ersten neun Monaten ein großes Stück näher. Neuigkeiten zu den Vorwürfen des Leerverkäufers Fraser Perring gab es am Dienstag zur Bilanzvorlage allerdings nicht. An der Börse sorgte das für Verunsicherung.

Laut dem ersten Finanzbericht, den Adler Group seit den Vorwürfen veröffentlichte, konnte der Konzern in den ersten neun Monaten seinen operativen Gewinn aus dem Vermietungsgeschäft gemessen an der in der Branche üblichen Kenngröße FFO1 um 36 Prozent auf knapp 102 Millionen Euro steigern.

Die Immobiliengesellschaft hatte Ende August ihre Jahresziele nach einem bereits starken ersten Halbjahr erhöht. Demnach soll der FFO1 im laufenden Jahr bei 135 bis 140 Millionen Euro liegen, und die Nettomieteinnahmen zunehmen auf 340 bis 345 Millionen Euro. Im neunmonatigen Berichtszeitraum erzielte Adler Nettomieten in Höhe von 259 Millionen, dies war ein Plus von knapp 28 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

Shortseller angezeigt 

Das Unternehmen wies die Vorwürfe des auch als "Wirecard"-Jäger bekannten Perring immer wieder zurück, konnte die Investoren aber kaum beruhigen. Inzwischen hat Adler Group nach eigenen Angaben Spezialisten der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft KPMG mit der Überprüfung einiger Transaktionen der Vergangenheit beauftragt. Diese Überprüfung dürfte aber nicht vor Anfang nächsten Jahres abgeschlossen sein, hieß es.

Cevdet Caner, dessen Familie eine Minderheitsbeteiligung an Adler hält, hat Strafanzeige gegen Perring erstattet. Dieser habe den österreichischen Unternehmer beschuldigt, die wahre treibende Kraft hinter dem Unternehmen zu sein.

Das macht die Aktie der Adler Group 

Nach einem freundlichen Start drehte das im SDax +0,74% notierte Papier bereits am Vormittag in einem schwachen Markt ins Minus. Zuletzt verlor die Aktie rund 20 Prozent auf 8,85 Euro und fiel damit auf ein neues Rekordtief. Damit notiert die Aktie deutlich unter dem Niveau vor der Attacke des Leerverkäufers Perring Anfang Oktober. Vor dessen Vorwürfen, die sich unter anderem auf die falsche Bewertung von Immobilienprojekten bezogen, hatte das Papier noch rund 15 Euro gekostet.

Sechs-Monats-Chart Adler Group (in Euro)
Mit Material von dpa-AFX.
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