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Airbnb: Wahnsinns-Börsengang

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 2 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Der Aktienkurs von Airbnb hat sich beim Börsengang am Donnerstag mehr als verdoppelt. Rund 140 Prozent legte der Börsenneuling in der Spitze zu – vom Ausgabepreis bei 68 Dollar, zur Erstnotiz auf 146 Dollar hin zum Höchststand bei 165 Dollar.

Die Kursentwicklung ist umso erstaunlicher, da die Firma aus San Francisco auf dem Weg zum Börsengang schon mehrfach den Aktienpreis erhöht hatte. Erst Anfang der Woche wurde die Spanne nochmals angehoben.

Mitgründer und Chef Brian Chesky war in einem Interview mit Bloomberg TV zunächst etwas sprachlos angesichts des Kurssprungs. Dazu falle ihm nur ein, dass bei der Finanzierungsrunde im Frühjahr die Aktie nur mit 30 Dollar bewertet worden sei. "Wir wissen, dass wir eine lange Reise vor uns haben. Je höher der Aktienpreis, desto höher die Erwartungen, desto härter werden wir arbeiten."

Apartment-Vermittler mit Erholung in der Krise

Airbnb -1,99% hatte schon seit einiger Zeit einen Börsengang für dieses Jahr in Aussicht gestellt. Wegen der Corona-Krise war jedoch unklar, ob es dazu kommen würde. Nach einem ersten Einbruch durch die Pandemie sah die Firma zuletzt eine Erholung ihres Geschäfts. Zuletzt konnte Airbnb sogar ein Quartal mit schwarzen Zahlen vorweisen. Im vergangenen Vierteljahr verdiente das Unternehmen 219 Millionen Dollar.

Mitgründer Nathan Blecharczyk sagte im Sommer, er rechne mit langfristigen Auswirkungen der Krise auf die Branche. Da es sich abzeichnet, dass auch in Zukunft mehr von Zuhause aus gearbeitet wird, "eröffnet das neue Möglichkeiten, wie Menschen für den Arbeitgeber ihrer Wahl beschäftigt sein können, ohne dafür an einen bestimmten Ort gebunden zu sein", gab er zu bedenken. Dadurch könnten zum Beispiel junge Menschen alle paar Monate in eine anderen Stadt ziehen, ohne den Job zu wechseln. Einem Apartment-Vermieter wie Airbnb könnte ein solches Verhalten einen neuen Kundenkreis eröffnen.

Airbnb musste in der Krise flächendeckende Stornierungen erlauben und richtete einen Fonds zur Unterstützung betroffener Vermieter ein. Das Unternehmen baute rund jede vierte der zuvor etwa 7500 Stellen ab und besorgte sich zwei Milliarden Dollar frisches Geld.

Mit Material von dpaAFX.
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