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Airbus: Auf diese Marke kommt es nun an

| Quelle: DER AKTIONÄR | Lesedauer etwa 2 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Der europäische Flugzeug-Hersteller will seine Produktionsabläufe optimieren und eine neue industrielle Struktur schaffen. Airbus will sowohl in Deutschland als auch in Frankreich jeweils neue Unternehmen schaffen, die vollständig zu Airbus gehören und verschiedene Standorte zusammenfassen. Die Airbus-Aktie kämpft aktuell an einer wichtigen Chartmarke.

Aktuell sei die Produktion teils über das Unternehmen, Tochtergesellschaften und Zulieferer hinweg fragmentiert, so Airbus in einer Mitteilung. Die Flugzeugstruktur-Montage müsse aber als Kernaktivität betrachtet werden, dafür brauche es zentrale Schnittstellen. Die Umsetzung der Pläne sei nun für den 1. Januar 2022 anvisiert.

Konkret soll nun ein Unternehmen mit Sitz in Deutschland entstehen, das die Aktivitäten von Stade sowie die Strukturmontage in Hamburg mit denen der Konzerntochter Premium Aerotec in Nordenham, Bremen und teilweise in Augsburg zusammenführt. In Frankreich wiederum ist ein Unternehmen geplant, das die derzeit bei Airbus in Saint-Nazaire und Nantes durchgeführten Aktivitäten mit denen von Stella Aerospace weltweit zusammenbringt. Für die zukünftige Aufstellung in Spanien laufen noch Gespräche.

Die beiden neuen Unternehmen sollen keine Zulieferer mehr sein, sondern stattdessen in den Konzern integriert werden. "Ihr eigenständiger Status wird es ihnen ermöglichen, sich auf ihren Bereich zu konzentrieren und gleichzeitig schlanker sowie flexibler zu werden", so Airbus.

Der Boeing-Konkurrent plant außerdem die Gründung einer neuen Einheit mit Sitz in Deutschland, die sich auf die Fertigung von Einzelteilen und Kleinkomponenten konzentriert. Diese solle aus der heutigen Premium Aerotec hervorgehen. Die IG Metall befürchtet eine Zerschlagung.

Die Airbus-Aktie reagierte am Donnerstag zeitweise freundlich und stieg auf 98,47 Euro, konnte sich dort aber nicht ganz behaupten. Gestern war der MDAX-Wert unter die 50-Tage-Linie gefallen, die aktuell bei 98,12 Euro verläuft. Ein nachhaltiges Unterschreiten könnte den Kurs weiter Richtung 90-Euro-Marke drücken.

Martin Mrowka

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