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Airbus: Die schlimmste Krise überhaupt

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 2 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Der massive Einbruch der Flugzeugbestellungen in der Corona-Krise beschert Airbus einen Milliardenverlust. Doch die Virus-Pandemie ist bei weitem nicht der einzige Belastungsfaktor.

Mitten in der Luftfahrtkrise legt der Flugzeugbauer Airbus seine Geschäftszahlen vor:

Der Umsatz lag im zweiten Quartal bei 8,32 Milliarden Euro, der Konzern hatte 8,55 Milliarden erwartet. Der hohe Quartalsverlust von 1,44 Milliarden Euro sorgt für einen weiteren Dämpfer. Ein Jahr zuvor hatte Airbus im zweiten Quartal noch einen Gewinn von knapp 1,2 Milliarden Euro verbucht.

Der Konzern hatte zuvor erklärt, für zwei Jahre die Produktion und Auslieferungen um 40 Prozent zu drosseln. Im Juni und Mai hatte der Flugzeugbauer keine neuen Flugzeug-Bestellungen eingesammelt. Airbus-Chef Guillaume Faury hatte immer wieder betont, dass die Corona-Pandemie die Luftfahrtbranche in ihre schlimmste Krise überhaupt gestürzt habe.

In der schwierigen Lage will Faury vor allem den Geldabfluss stoppen. Übernahmen und Finanzierungen für Kunden herausgerechnet, soll im zweiten Halbjahr unter dem Strich kein Geld mehr abfließen. Eine neue Prognose für Umsatz und Ergebnis im laufenden Jahr wagte das Management weiterhin nicht.

Handelsstreit zusätzliche Belastung

Auch der Handelsstreit mit den USA belastet den Flugzeugbauer. Dieser dauert seit mehr als 15 Jahren an, die USA und die EU beschuldigen sich gegenseitig illegaler Beihilfen für die Luftfahrtkonzerne Airbus und Boeing.

Die Welthandelsorganisation WTO hatte den USA Strafzölle auf europäische Exporte im Wert von bis zu 7,5 Milliarden Dollar pro Jahr genehmigt. Die USA machen davon bereits kräftig Gebrauch - so gilt etwa auf Flugzeugimporte eine Sonderabgabe in Höhe von 15 Prozent.

Überraschend hatte Airbus in der vergangenen Woche einen Schritt auf die USA zu gemacht. Der Konzern hatte sich mit den Regierungen Frankreichs und Spaniens darauf geeinigt, Änderungen an den Verträgen über die rückzahlbare Startinvestition für den Langstreckenflieger A350 vorzunehmen. So wollte Airbus die USA dazu bewegen, einzulenken und die belastenden Strafzölle aufzuheben.

Das macht die Aktie von Airbus

Auf die jetzt vorgelegten Zahlen reagierten die Anleger verhalten. Die Aktie von Airbus +2,98% fiel vorbörslich leicht um 0,4 Prozent auf 62,56 Euro zurück. Die Unterstützung bei 61,50 Euro bleibt damit intakt – ebenso wie der Seitwärtstrend der vergangenen Tage. Ähnlich wie das Management mit ihrer Prognose für das zweite Halbjahr scheinen die Anleger abzuwarten.

Mit Material von dpaAFX.
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