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Airbus: Politik will für Standorte kämpfen – Aktie legt zu

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 3 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) und Bayerns Regierungschef Markus Söder (CSU) fordern Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) in einem gemeinsamen Schreiben auf, sich für die Airbus-Tochter Premium Aerotec einzusetzen. Weil und Söder sorgen sich insbesondere um die Zukunft der beiden Standorte in Augsburg und Varel (Friesland), wie aus dem der Deutschen Presse-Agentur vorliegenden Schreiben hervorgeht. Zunächst hatten am Mittwoch die "Augsburger Allgemeine" und die "Nordwest-Zeitung" über den Brief berichtet.

Die in Augsburg sitzende Airbus-Tochter hat außer Varel noch vier weitere Niederlassungen und insgesamt etwa 8000 Mitarbeiter. Das Unternehmen liefert Bauteile für verschiedene Airbus-Modelle im zivilen und militärischen Bereich. Der Konzern will Premium Aerotec aber aufspalten.  

Deutschen Standorten droht mittelfristig das Aus 

Die beiden Standorte Augsburg und Varel sollten dann verkauft werden, schreiben die Ministerpräsidenten. Die bisher bekannten Kaufinteressenten brächten weder eine ausreichende Auslastung noch hinreichend finanzielle Mittel für Investitionen in den Werken mit. Daher sei zu befürchten, dass die beiden Betriebe in Bayern und Niedersachsen "schon in wenigen Jahren nicht mehr mit Wettbewerbern in Niedriglohnländern konkurrieren können". 

Druck durch Politiker wächst

Söder und Weil weisen darauf hin, dass die Konzernmutter den französischen Zulieferer Stelia im Unterschied zu der deutschen Tochter in den Konzern integrieren wolle. Der Bund sei daher als größter Airbus-Anteilseigner zusammen mit Frankreich in der Pflicht, auf Airbus einzuwirken, "eine Ausgliederung und einen Verkauf der Teilefertigung zu überdenken".

Das sagen die Analysten 

Ungeachtet der Forderung aus der Politik hat die US-Bank JPMorgan die Einstufung für Safran +4,14% auf "Overweight" mit einem Kursziel von 136 Euro belassen. Es gebe im europäischen Luftfahrtsektor durchweg positive Signale, schrieb Analyst David Perry in einer am Mittwoch vorliegenden Branchenstudie. So stiegen die Impfraten in Europa stetig und die Covid-19-Fälle seien weltweit rückläufig. Zusätzlich habe der erhöhte Ausblick von Airbus die Branche gestützt.

Das macht die Airbus-Aktie 

Die Papiere von Airbus +1,52% haben am Mittwoch mit 110,58 Euro einen weiteren Höchststand seit dem Corona-Crash im Februar vergangenen Jahres erreicht. Mit der Barclays-Analystin Milene Kerner und ihrem in einer aktuellen Studie auf 138 Euro aufgestockten Kursziel hält nun eine weitere Expertin einen Anstieg auf Vor-Krisenniveau für möglich. Die jüngsten Produktionspläne hätten das Vertrauen in eine gute Entwicklung bis 2025 deutlich gestärkt, so Kerner. Bislang sei der Markt zwar davon ausgegangen, dass man den Krisendämpfer wird ausgleichen können, das genaue Timing und die Stärke der Erholung habe jedoch für Verunsicherung gesorgt. Angesichts ihrer deutlich gestiegenen Gewinnschätzungen sei die Bewertung der Papiere nun umso reizvoller, so Kerner weiter.

Sechs-Monats-Chart Airbus (in Euro)
Mit Material von dpa-AFX.
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