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Aixtron: Die Überraschung aus dem SDAX

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 2 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Aixtron hat einen Lauf: Die Geschäfte laufen nach einem schwachen ersten Quartal wieder dynamisch an und die Aktie schiebt sich auf ein neues Jahreshoch. Der MDAX-Aufstieg könnte bevorstehen.

Der LED- und Chipindustrieausrüster hat mitten in der Corona-Krise deutlich mehr Aufträge an Land gezogen. Im zweiten Quartal stieg der Auftragseingang im Vergleich zum Vorjahresquartal um 56 Prozent auf 69,6 Millionen Euro. Damit lag der Auftragsbestand zum 30. Juni bei 156,6 Millionen Euro, wie das SDAX-Unternehmen am Donnerstag mitteilte.

Dass die Kunden im vergangenen Jahr aber noch zurückhaltender waren, wirkte sich wie zu Jahresbeginn weiter merklich aus: Der Umsatz sank von April bis Ende Juni im Vergleich zum Vorjahr um 12 Prozent auf 56,0 Millionen Euro. Das EBIT brach um zwei Drittel auf 3,3 Millionen Euro ein. Entsprechend sackte auch das Nettoergebnis um 55 Prozent auf 3,3 Millionen Euro ab. Damit entwickelte sich das Geschäft nach einem schwachen ersten Quartal für die Halbleiterindustrie aber wieder deutlich dynamischer.

Die Coronavirus-Pandemie hat nur geringe Auswirkungen aufs Geschäft, deshalb bestätigt Aixtron seine Jahresprognose. Das Unternehmen erwartet einen im Vergleich zum Vorjahr mindestens stabilen Umsatz zwischen 260 und 300 Millionen Euro. Als EBIT sollen davon 10 bis 15 Prozent hängen bleiben. Um diese Ziele zu erreichen, muss das zweite Halbjahr wesentlich besser laufen. Aixtron-Chef Bernd Schulte geht allerdings auch davon aus, dass der Umsatz im dritten Quartal und dann noch einmal im Schlussquartal kräftig steigen wird.

Das macht die Aktie von Aixtron

Nach der Veröffentlichung des starken Auftragseingangs im Q2 und dem positiven Ausblick des Vorstands zieht die Aixtron-Aktie +1,55% vorbörslich um 4,2 Prozent auf ein neues Jahreshoch bei 12,82 Euro.

Analysten hatten bereits im Vorfeld starke Auftragsdaten erwartet, was die Aktien jüngst bereits deutlich aufwärts trieb. Obendrein hoffen Anleger auf einen möglichen Aufstieg von Aixtron in den MDax -0,40%.

Mit Material von dpaAFX.
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