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Allianz in Gefahr: Mächtige Hurrikan-Saison voraus

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 2 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Erst Corona – jetzt eine rekordverdächtige Hurrikan-Saison? Die Gewinne der Allianz könnte das im dritten Quartal noch weiter belasten. Zur Erinnerung: Der höchste Versicherungsschaden (vor Corona) war Hurrikan Katrina mit 82 Milliarden Dollar.

Das Jahr 2020 könnte nach Angaben der US-Klimabehörde NOAA ein Rekordjahr für Wirbelstürme werden. "Die Hurrikan-Saison 2020 im Atlantik startete rasant mit einer Rekordzahl von neun benannten Stürmen und hat das Potenzial, eine der geschäftigsten in der Geschichte zu werden", teilte die NOAA mit.

Normalerweise gebe es bis Anfang August im Schnitt nur zwei Stürme, die so stark sind, dass ihnen Namen gegeben werden. Doch die Bedingungen in der Atmosphäre und dem Ozean seien prädestiniert dafür, die Entwicklung von Stürmen voranzutreiben.

Die US-Experten rechnen dieses Jahr deshalb mit 19 bis 25 Stürmen, von denen sieben bis elf Hurrikans werden, drei bis sechs sogar sehr starke mit Windgeschwindigkeiten von 178 Stundenkilometer und mehr. In durchschnittlichen Jahren gibt es an der Atlantikküste zwölf Stürme, von denen sich drei zu Hurrikans der Kategorie drei, vier oder fünf entwickeln.

Hoffnung konnte Aktie am Donnerstag noch stabilisieren

Eine rekordverdächtige Hurrikan-Saison wäre für die Allianz eine zusätzliche Belastung. Die leichte Hoffnung der Allianz-Geschäftsführung auf eine Erholung in Sachen Corona-Krise und bessere Geschäfte könnte dann verpuffen. "Angenommen, die Situation bleibt wie heute, würde ich erwarten, dass das zweite Halbjahr besser wird als das erste", sagte Finanzchef Giulio Terzariol in der Quartalskonferenz.

Bereits im zweiten Quartal sank der operative Gewinn der Schaden- und Unfallsparte um 17 Prozent auf gut 1,1 Milliarden Euro. Zwar reichten die Prämieneinnahmen hier locker aus, um die Aufwendungen für Schäden, Verwaltung und Vertrieb zu decken. Die kombinierte Schaden-Kosten-Quote verschlechterte sich lediglich von 94,3 auf 95,5 Prozent und blieb damit deutlich unter der kritischen 100-Prozent-Marke.

Das macht die Aktie der Allianz

Die nach den Q2-Zahlen bereits etwas gesunkenen Gewinnerwartungen könnten im Falle einer Rekord-Hurrikan-Saison noch weiter sinken. Eine Sorge, die Anleger am Freitag belastet: Die Allianz-Aktie -1,79% verliert am Freitag-Vormittag über ein Prozent auf 175,93 Euro. Und nicht vergessen: Auch die Corona-Krise ist noch nicht ausgestanden.

(Mit Material von dpa-AFX)
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