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Allianz: Kaufempfehlung sorgt für Stabilität

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 2 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Nach Milliardenforderungen gegen die Allianz in den Vereinigten Staaten verlässt die Managerin Jacqueline Hunt den Vorstand des Münchner Versicherungskonzerns vorzeitig. An diesem Freitag rückt bereits ihr Nachfolger Andreas Wimmer in die Spitze der Allianz auf, wie das Unternehmen am Donnerstag nach einer Aufsichtsratssitzung bekanntgab. Zudem erhielt die Aktie eine Kaufempfehlung durch die Berenberg Bank. 

Hunts Vertrag wäre eigentlich erst im kommenden Jahr ausgelaufen. Die 1968 in Südafrika geborene Britin war zuständig für die Vermögensverwaltung, die nun in den USA mit teuren rechtlichen Problemen zu kämpfen hat. Sie soll dem Unternehmen aber als "strategische Beraterin" für Vorstandschef Oliver Bäte erhalten bleiben. Bäte würdigte Hunt als "hervorragendes Mitglied des Vorstands".

Die Managerin gehörte dem Allianz-Vorstand seit 2016 an, 2019 war ihr Vertrag verlängert worden – allerdings nicht für die bei der Allianz üblichen fünf, sondern auf eigenen Wunsch nur für drei Jahre.

Klage wegen Verluste durch Corona-Crash 

US-Investoren machen die Allianz-Vermögensverwaltung AGI für Verluste in Höhe von mehreren Milliarden Dollar zu Beginn der Corona-Krise 2020 verantwortlich. Dabei geht es um die Frage, ob die AGI-Fondsmanager gegen Recht und Gesetz und die eigenen Richtlinien verstießen. In den USA hat sich unter anderem das Justizministerium eingeschaltet und in Deutschland die Finanzaufsicht Bafin. In den Vorjahren hatte Hunt die zweite und wesentlich größere Allianz-Vermögensverwaltungsgesellschaft Pimco wieder auf Kurs gebracht.

Das sagen die Analysten 

Die Privatbank Berenberg hat Allianz SE von "Hold" auf "Buy" hochgestuft und das Kursziel auf 254 Euro belassen. Am Investorentag des Versicherers Anfang Dezember dürften die Münchner den Anlegern höheres operatives Ergebniswachstum in Aussicht stellen als bisher, schrieb Analyst Michael Huttner in einer am Freitag vorliegenden Studie. Die Bewertung der Papiere liege aktuell unter dem historischen Schnitt.

Das macht die Allianz-Aktie 

Am Freitag profitierte die Allianz-Aktie kurzzeitig von der Kaufempfehlung und notierte im Hoch bei 195,46 Euro. Zur Mittagszeit rutschen die Papiere jedoch unter den gestrigen Schlusskurs und wurden zuletzt bei einem Kurs von 194,72 Euro rund 0,1 Prozent tiefer gehandelt. Seit Jahresbeginn liegen die Papiere des Versicherungsriesen damit noch rund zwei Prozent im Minus. Auf Sicht der letzten 12 Monate steht hingegen ein Plus von rund 20 Prozent zu Buche.

Sechs-Monats-Chart Allianz (in Euro)
Mit Material von dpa-AFX.
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