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Allianz: Nach Zahlen optimistisch bleiben

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 3 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Ausgefallene Veranstaltungen und geschlossene Betriebe haben der Allianz im zweiten Quartal zugesetzt. Der Versicherer muss mit einem deutlichen Gewinneinbruch kämpfen. Doch Aussagen zum zweiten Quartal wecken Hoffnung – und auch die Analysten bleiben positiv gestimmt.

Hohe Schäden durch Betriebsunterbrechungen und den Ausfall von Veranstaltungen wegen der Coronavirus-Pandemie haben dem Versicherer Allianz -0,02% im zweiten Quartal einen Gewinneinbruch eingebrockt.

Der operative Gewinn sank im Jahresvergleich um 19 Prozent auf knapp 2,6 Milliarden Euro, wie der DAX-Konzern am Mittwoch mitteilte. Unter dem Strich sackte der Überschuss um 29 Prozent auf gut 1,5 Milliarden Euro ab. Damit schnitt die Allianz immer noch besser ab als von Analysten im Schnitt erwartet.

Aussagen zu 2020 machen Hoffnung

Vorstandschef Oliver Bäte sprach von robusten Ergebnissen und zeigte sich zuversichtlich, dass die Allianz "auch in der zweiten Jahreshälfte 2020 stabile Geschäftsergebnisse sehen" werde. Eine neue Gewinnprognose für das laufende Jahr wagte er jedoch nicht. Der Vorstand hatte sein ursprüngliches Gewinnziel wegen der Corona-Krise Ende April zurückgezogen.

Allianz-Finanzchef Giulio Terzariol macht den Aktionären dennoch etwas Hoffnung auf höhere Gewinne im Rest des Jahres. "Angenommen, die Situation bleibt wie heute, würde ich erwarten, dass das zweite Halbjahr besser wird als das erste", sagte der Manager. Nachdem die Allianz im ersten Halbjahr ein operatives Ergebnis von 4,9 Milliarden Euro erzielt hat, deutet dies auf einen operativen Jahresgewinn von 10 Milliarden Euro oder mehr hin. Analysten gingen zuletzt im Schnitt von rund 10,2 Milliarden Euro aus.

Positive Analystenstimmen

Das Analysehaus Pareto Securities hat in einer ersten Reaktion auf die Zahlen die Einstufung für die Allianz-Aktien auf "Buy" mit einem Kursziel von 210 Euro belassen. Das zweite Quartal des Versicherers sei etwas besser als erwartet ausgefallen, schrieb Analyst Philipp Häßler. Die Aktie sei günstig bewertet.

Eine besser als gedachte Gewinnentwicklung stehe verfehlten Erwartungen bei der Solvabilitätsquote gegenüber, erklärte dagegen Analyst Ashik Musaddi von JPMorgan. Er blickt aber ebenfalls weiterhin optimistisch auf den Versicherer und stuft ihn unverändert mit "Overweight" ein.

Auch Analyst Olivier Pauchaut vom Investmenthaus Bryan Garnier sieht bei den Zahlen für das zweite Quartal lediglich mit Blick auf die Kapitalausstattung eine leichte Enttäuschung. "Sehr viel gute Sachen und eine weniger gute", fasste er seine Sicht der Resultate zusammen. Der DAX-Konzern habe sich operativ solide entwickelt und sei unter den großen europäischen Versicherern der am wenigsten von Corona betroffene. Allein das rechtfertige schon eine im Vergleich höhere Aktienbewertung.

Das macht die Aktie der Allianz

Die Allianz-Aktien -0,02% sind am Mittwoch nach der Zahlenvorlage dennoch deutlcih schwächer als der DAX. Zuletzt verloren die Papiere rund 0,2 Prozent auf 181,20 Euro.

Mit Material von dpaAFX.
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