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Allianz: Rechtsrisiken verhindern Kursgewinne

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 2 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Die Allianz muss aufgrund der Corona-Krise mit mehreren Klagen kämpfen: Zum einen wegen der Betriebsschließungen, zum anderen wegen Anlageverlusten. Das Rechtsrisiko verunsichert die Anleger und deckelt den Aktienkurs.

Klagen wegen Betriebsschließungen

In Deutschland muss die Allianz vor Gericht bei Auseinandersetzungen mit coronageschädigten Wirten Niederlagen fürchten. Ein Münchner Landgericht ließ bei einer mündlichen Verhandlung Mitte September durchblicken, dass die Betriebsschließungsversicherung der Allianz möglicherweise für die behördlich angeordnete Schließung von Gaststätten im Frühjahr zahlen muss, auch wenn der Covid-19-Erreger in den entsprechenden Policen nicht explizit genannt ist.

Die Allianz argumentiert mit den Versicherungsbedingungen: Demnach gilt der Versicherungsschutz nur für Krankheiten und Erreger, die im Vertrag ausdrücklich genannt sind. Darüber hinaus bestreiten die Allianz-Anwälte sowohl, dass die Corona-Zwangsschließungen des Frühjahrs rechtmäßig waren, als auch, dass es sich um eine behördliche Anordnung handelte.

Klagen wegen Anlageverlusten

Hinzu kommen mehrere Klagen institutioneller Investoren aus den USA gegen die Fondsgesellschaft Allianz Global Investors, die sie für dramatische Verluste verantwortlich machen. Bereits im Juli hatte ein Pensionsfonds aus Arkansas Klage eingereicht, vergangene Woche schloss sich ein weiterer aus New York an. Auch Blue Cross Blue Shield, einer der großen US-Krankenversicherer, will AGI zur Rechenschaft ziehen.

Die Vorwürfe sind im Wesentlichen, dass der Vermögensverwalter während des Börsenbebens zu Beginn der Corona-Pandemie bei bestimmten Fonds von der vereinbarten Strategie abgewichen sei, was zu hohen Verlusten geführt habe.

Die Allianz-Tochter hält die Anschuldigungen indes für unbegründet. Die Verluste seien zwar enttäuschend, es handele sich bei den Anlageprodukten jedoch um Hedgefonds und bei den Klägern um Profi-Investoren, denen die Risiken klar gewesen sein müssten. Allerdings untersucht auch die US-Börsenaufsicht SEC die Vorfälle.

Das macht die Aktie der Allianz

Die Klagen könnten die Allianz Milliarden Kosten. Eine Sorge, die sich auch auf den Aktienkurs des DAX-Konzerns niederschlägt. Seit Juni war die Allianz-Aktie +0,81% im Seitwärtstrend gefangen – der Kurs bei 190 Euro gedeckelt. Ende September ist das DAX-Papier sogar aus dem Seitwärtskanal nach unten durch die Unterstützung bei 175 Euro gebrochen.

Mit Material von dpaAFX.
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