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Allianz: Robuste Ergebnisse in Gefahr

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 2 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Im zweiten Quartal hat die Allianz noch besser als erwartet abgeschnitten und Vorstandschef Oliver Bäte sprach von „robusten Ergebnissen“ und einer bemerkenswerten Widerstandsfähigkeit. Nach einem Urteil in München, könnten diese robusten Ergebnisse jedoch in Gefahr sein.

Denn nach einer bundesweiten Corona-Klagewelle gegen zahlungsunwillige Versicherungen hat das Münchner Landgericht erstmals einem klagenden Gastwirt die geforderte Millionensumme zugesprochen. Laut Urteil muss die beklagte Versicherungskammer die Kosten von 30 Tagen coronabedingter Betriebsschließung zahlen.

In ganz Deutschland sind an den Gerichten bereits hunderte ähnlicher Klagen gegen mehrere Versicherungen anhängig, inklusive des Marktführers Allianz. Folge der Münchner Entscheidung könnte nach Einschätzung des siegreichen Wirts eine zweite Klagewelle sein.

In dem Urteil geht es um eine Police, in der die Betriebsschließung auf Grundlage des Infektionsschutzgesetzes ausdrücklich gedeckt ist. Die Versicherungskammer will dennoch nicht zahlen, weil ihrer Auffassung der Schutz nur für Krankheiten und Erreger gilt, die in dem Vertrag ausdrücklich genannt sind – Covid-19 zählt nicht dazu.

Das sieht das Gericht ganz anders: Schließungen nach Infektionsschutzgesetz seien in dem Vertrag abgesichert, sagte die Vorsitzende Richterin Susanne Laufenberg. Ob Covid-19 ausdrücklich erwähnt ist oder nicht, spielt laut Urteil keine Rolle.

Allianz muss nun Niederlagen fürchten

Auch die Allianz muss in München Niederlagen fürchten, da deren Versicherungsbedingungen ähnlich formuliert sind: Schließungen nach Infektionsschutzgesetz sind versichert, der Covid-19-Erreger ist aber nicht ausdrücklich genannt.

Klar ist nun, dass sowohl die Versicherungskammer als auch die Allianz im heimischen München mit allen gleichlautenden Betriebsschließungspolicen schlechte Chancen haben. Die Allianz muss daher damit rechnen, dass die Rückstellungen für womöglich dreistellige Millionensummen nebst Gerichtskosten tatsächlich gebraucht werden.

Das macht die Aktie der Allianz

Im Zuge der Corona-Krise bleibt die Aktie der Allianz -1,23% weiterhin unter Druck. Nach dem Abverkauf Ende September notiert das DAX-Papier wieder auf dem Kursniveau vom April.

Mit Material von dpaAFX.
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