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Allianz vor den Zahlen: Was macht die Umstrukturierung?

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 3 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Die Allianz hat unter den verschärften Niedrigzinsen und günstigen Direktversicherern zu kämpfen. Doch Vorstandschef Oliver Bäte will sich die Butter nicht vom Brot nehmen lassen und setzt voll auf Attacke.

Der Plan: Digitalisierung und Direktversicherer

Nach dem Umbau der Lebensversicherung und der Vermögensverwaltung Pimco hat Allianz-Chef Oliver Bäte seit 2018 die Sachversicherung des Konzerns in den Fokus gestellt. Die Schaden- und Unfallversicherung, die noch immer den Löwenanteil zum operativen Gewinn beisteuert, soll digitaler, schlanker und einfacher werden. Dadurch soll die Allianz ihr Geschäft wieder stark ausweiten – ohne dass dies zulasten der Gewinne geht.

Der Plan: Die Allianz entwickelt mehr Versicherungsangebote zentral für viele Länder statt einzeln für jeden Markt. Dies soll Kosten und Komplexität verringern. Im Herbst hat der Konzern in Deutschland seinen neuen digitalen Direktversicherer Allianz Direct an den Start gebracht, der mit niedrigen Verwaltungs- und Vertriebskosten punkten soll.

Die Erwartungen vor den Zahlen

Wenn die Allianz an diesem Freitag (21. Februar) ihre Geschäftszahlen für 2019 vorlegt, wird sich zeigen, wie teuer diese Sanierung den Konzern im vierten Quartal kam. Zudem könnten Naturkatastrophen wie Taifun "Hagibis" in Japan oder die Waldbrände in Kalifornien und Australien am Gewinn gezehrt haben.

Für das abgelaufene Jahr hat sich der Vorstand einen operativen Gewinn von 11 bis 12 Milliarden Euro zum Ziel gesetzt. Nach guten Geschäften in den ersten neun Monaten nahm das Management im Herbst die obere Hälfte der Spanne ins Visier. Während Analysten noch optimistischer waren, dämpfte Finanzchef Giulio Terzariol die Erwartungen, dass der operative Gewinn das obere Ende der Spanne erreichen werde. "Dass die Zinsen so niedrig sind, hat Konsequenzen", sagte Terzariol.

Analysten bleiben tendenziell bullish

Branchenexperten sind der Allianz-Aktie auch nach dem Kursanstieg der vergangenen Jahre weiter zugetan. Von den 14 im dpa-AFX Analyser erfassten Experten empfehlen acht das Papier zum Kauf, fünf tendieren zum Halten. Nur einer empfiehlt, die Aktie abzustoßen. Im Schnitt schreiben sie der Allianz ein Kursziel von 233 Euro zu.

Nach den vorsichtigen Aussagen Terzariols haben von der Nachrichtenagentur Bloomberg bis Montag befragte Analysten ihre Schätzungen für 2019 etwas gekappt. Sie gehen im Schnitt nur noch von 11,7 Milliarden Euro aus. Das wären nicht einmal zwei Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Unter dem Strich dürfte ein Gewinn von fast 7,9 Milliarden Euro stehen, gut fünf Prozent mehr als 2018. Bei der Dividende gehen sie im Schnitt von einer Anhebung von 9 auf 9,48 Euro aus.

Das macht die Aktie

Für die Aktionäre der Allianz hat sich die Anlage in den vergangenen Jahren ausgezahlt. Wer vor drei oder auch vor fünf Jahren bei dem Versicherer eingestiegen ist, hat den Wert seiner Investition ohne zwischenzeitliche Dividenden um rund 40 oder gar fast 60 Prozent vergrößert. Allein im Jahr 2019 legte die Allianz-Aktie um rund ein Viertel auf mehr als 218 Euro zu. Und nach einem deutlichen Zuwachs im Februar steht seit dem Jahreswechsel ein Plus von mehr als 6 Prozent zu Buche.

Von ihrem Rekordhoch aus dem Jahr 2000 ist die Aktie aber immer noch weit entfernt. Damals wurde sie zeitweise zu mehr als 402 Euro gehandelt.

Mit Material von dpaAFX.
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