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Alphabet: Politische Querelen schrecken Anleger nicht ab

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 3 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

An der Börse präsentiert sich Alphabet +0,67% derzeit in Topform - außerhalb der Aktienmärkte aber leidet der Google-Mutterkonzern unter Liebesentzug. Im Streit um das inzwischen beschlossene australische Mediengesetz hat das Unternehmen augenscheinlich klein beigegeben und sich unter anderem mit Rupert Murdochs News Corp +3,67% auf Zahlungen geeinigt. 

Zweifelsohne, das neue australische Mediengesetz ist ein Novum: Es verpflichtet Plattformbetreiber, Verlage an Werbeeinnahmen zu beteiligen, die sie in Verbindung mit der Verbreitung journalistischer Verlagsinhalte generieren.

Die Lage in Europa und den USA spitzt sich zu

Auch in Europa verfolgt man die Auseinandersetzung zwischen Regierung und Konzernen aufmerksam: Unter dem Eindruck des Streits in Australien schlossen europäische Verleger eine ungewöhnliche Allianz mit Google-Konkurrent Microsoft ±0,00%. Sie wollen dafür kämpfen, dass sich Europa und Deutschland ein Beispiel an Australien nehmen. Es geht um einen Schiedsgericht-Mechanismus zwischen Verlagen und Plattformen bei strittigen Zahlungen für Verlagsinhalte im Netz. Dieser soll langwierige Prozesse und Hängepartie vermeiden. 

In der EU war Alphabet in der Vergangenheit vor allem wegen Wettbewerbsverstößen von der zuständigen EU-Kommissarin Margarete Vestager kritisiert und mit Strafen belegt worden, doch auch im Heimatland USA wird der Ton schärfer. Insgesamt 38 Bundesstaaten hatten Mitte Dezember eine Klage wegen einer angeblichen illegalen Monopolstellung des Unternehmens in New York eingereicht. Google wird vorgeworfen, den Wettbewerb bei der Websuche und im Geschäft mit digitaler Werbung zu behindern. 

Deutliches Gewinn- und Umsatzwachstum trotz Corona 

Trotz all dieser Nachrichten: Die Zahlen stimmen. Auch in der Corona-Pandemie blieb das Werbegeschäft bei der Google-Suchmaschine und der Videoplattform Youtube ein lukratives Geschäft für die Konzernmutter. Der Alphabet-Umsatz stieg im vergangenen Quartal um fast ein Viertel auf knapp 57 Milliarden Dollar (rund 47,6 Mrd Euro). Beim Gewinn gab es einen Sprung von fast 43 Prozent auf gut 15,2 Milliarden Dollar. 

Das macht die Aktie von Alphabet 

Anfang Februar sprang die stimmberechtigte Alphabet-A-Aktie ±0,00% erstmals über die Marke von 2.000 Dollar, die als stark interpretierten Quartalszahlen der Google-Mutter hatten zuvor den Weg dahin frei gemacht. Nur zwei Wochen später erreichte das Papier sein bisheriges Rekordhoch bei 2.145 Dollar.

Zuletzt hob sich das Papier auch deutlich vom Gesamtmarkt ab. Aktuell notiert die A-Aktie nur rund 45 Dollar unter ihrer Höchstmarke, was einem Minus von rund zwei Prozent entspricht. Der technologielastige Nasdaq 100 +0,78%, in dem das Papier und die nicht stimmberechtigte C-Aktie gelistet sind, kommt in dieser Zeit auf ein Minus von rund 5 Prozent. Der Kursgewinn seit Jahresbeginn summiert sich für Alphabet auf fast ein Fünftel gegenüber einem Plus von rund einem Prozent für den Tech-Index. 

Sechs-Monats-Chart Alphabet A (in Euro)
Mit Material von dpaAFX.
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