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Amazon: Cloud-Sparte AWS will eigenen Quantencomputer bauen

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 2 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Der weltgrößte Cloud-Computing-Anbieter, Amazon, arbeitet an einem eigenen Quantencomputer. "Wir haben ein internes Projekt, einen eigenen Quantencomputer zu bauen, Software und Algorithmen dafür zu entwickeln", sagt Oskar Painter, Chef des Quantenhardware-Teams bei Amazon Web Services (AWS), dem Handelsblatt.

Auf dem Weg zur kommerziellen Nutzung der neuen Technologie haben bislang Google +6,29% und IBM -1,50% die Nase vorn. Während die beiden Amazon-Konkurrenten eigene Quantencomputer betreiben, nutzt AWS bislang nur einen Marktplatz externer Anbieter. Nun will die Amazon-Tochter auch direkt einsteigen. "Wir bei AWS konzentrieren uns gewöhnlich nicht auf Probleme, die weit in der Zukunft liegen. Wir machen die Dinge, die unsere Kunden von uns wollen", sagte Richard Moulds, Geschäftsführer von Amazon Braket.

Neue Möglichkeiten

Mit dem Konzept der Quantencomputer reagiert die Forschung und Industrie auf die Tatsache, dass die bislang übliche Entwicklung von Hochleistungscomputern an ihre physikalischen Grenzen stößt. Ein Quantencomputer speichert Informationen nicht in Form von Bits, die nur zwei mögliche Zustände annehmen können, nämlich Eins oder Null. Ein Qubit eines Quantencomputers kann stattdessen beides gleichzeitig sein, also Eins und Null. Das Quantenteilchen hält solange beide Zustände inne, bis man es sich ansieht oder misst. Damit können Quantencomputer theoretisch um ein Vielfaches schneller und leistungsfähiger sein als herkömmliche Rechner.

Bundesregierung befürchtet Abhängigkeit

Um nicht zu sehr von US-Anbietern abhängig zu sein, hatte im Mai die Bundesregierung insgesamt zwei Milliarden Euro für die Entwicklung von Quantencomputern freigegeben. Ziel soll es sein, innerhalb der nächsten fünf Jahre in Deutschland einen konkurrenzfähigen Quantencomputer zu bauen und ein dazugehöriges Ökosystem mit potenziellen Anwendern zu schaffen.

Das macht die Amazon-Aktie 

Die Amazon-Aktie +0,22% zog auf der Handelsplattform Xetra zum Wochenauftakt um knapp ein halbes Prozent auf 2.744,50 Euro an. Zwar gilt das Unternehmen im Allgemeinen als eines der großen Corona-Profiteure, im laufenden Jahr hat die Aktie jedoch bisher nur knapp sechs Prozent zugelegt. Gegenüber dem Corona-Tief im März 2020 steht jedoch ein Plus von rund 80 Prozent zu Buche.

Sechs-Monats-Chart Amazon (in Euro)
Mit Material von dpa-AFX.
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